13 Horror-Filme über Pflanzen und Pilze, die ihr gesehen haben solltet!

Pflanzen

3. Die Körperfresser kommen (1978)

Elizabeth Driscoll (Brooke Adams, Dead Zone), eine Mitarbeiterin des Gesundheitsamtes in San Francisco, bemerkt beunruhigende Veränderungen an ihrem Lebensgefährten Geoffrey (Art Hindle, Jessy – Die Treppe in den Tod) und vertraut sich ihrem Kollegen Dr. Matthew Bennell (Donald Sutherland, Wenn die Gondeln Trauer tragen) an. Auf der Suche nach einer rationalen Erklärung, kommt es zu einem Treffen mit dem Psychiater Dr. Kibner (Leonard Nimoy), der trotz der Tatsache, dass sich immer mehr Menschen seltsam verhalten, eine sozial-gesellschaftliche Ursache vermutet. Schließlich entdeckt die Gruppe um Bennell den wahren Grund für die Veränderungen: außerirdische Organismen bemächtigen sich des menschlichen Körpers und ersetzen diesen durch ein detailgetreues Duplikat.

Die Bedrohung der Menschheit durch eine außerirdische Macht ist ein beliebtes Thema in der Science-Fiction und wurde bereits von unterschiedlichen Autor:innen und Regisseur:innen bearbeitet.

Philip Kaufman inszeniert in Die Körperfresser kommen eine perfide, schleichende Invasion der Bevölkerung durch pflanzenartige Aliens, die ihren sterbenden Heimatplaneten verlassen mussten. Bereits zu Beginn wird deutlich, dass von diesen neuartigen Blumen, die plötzlich überall wachsen, eine unmittelbare Gefahr ausgehen wird, auch wenn die Figuren in eine Atmosphäre der Ungewissheit gehüllt werden. Die Zuschauenden erleben die aufkeimende Paranoia durch Matthews Augen, dem es nicht möglich ist zu sagen, wer in seinem Umfeld durch einen Doppelgänger ausgetauscht wurde. Die erdrückende Paranoia ernährt sich dabei zunächst aus dem Gefühl der ungläubigen Fremdartigkeit, mit dem einige Menschen konfrontiert werden. Schatten an den Wänden und Massenszenen, die an einen Zombiefilm erinnern, steigern das paranoide Gefühl und generieren ein konstantes Klima des Unwohlseins.

Einen bizarren Höhepunkt des Films bieten die schleimigen, unangenehmen Geburten der außerirdischen Klone aus fleischigen Schoten, die den Science-Fiction-Klassiker mit ausgewachsenem Körperhorror kombinieren. [Jana]

2. Little Otik (2000)

Karel Horák (Jan Hartl) und Božena Horáková (Veronika Žilková) sind ein kinderloses Paar, dessen verzweifelter Wunsch nach einem Baby sie an den Rand der Vernunft treibt. Um den Schmerz seiner Frau zu lindern, übergibt ihr Karel als eine Art Ersatz ein Wurzelstück, das nach einer Umgestaltung entfernt einem Baby ähnelt. Božena ist begeistert, gibt ihm den Namen Otik und verwandelt das leblose Stück Holz mit ihren mütterlichen Sehnsüchten schließlich in ein lebendiges Wesen. Irgendwann stellen die frischgebackenen Eltern jedoch zu ihrem Entsetzen fest, dass ihr ersehntes Kind einen unersättlichen Appetit besitzt, der weder mit Milch noch mit Karottensuppe gestillt werden kann.

Mit Little Otik entwirft der Filmemacher Jan Švankmajer ein eindringliches Werk mit surrealen Bildern und pechschwarzem Humor. Dafür orientierte er sich an dem beliebten tschechischen Märchen „Otesánek“ von Karel Jaromír Erben aus dem 19. Jahrhundert, das die Geschichte eines furchterregenden und ständig hungrigen, lebenden Holzscheits erzählt.

Der anfängliche bissige Humor nimmt alsbald eine groteske Wendung, als Švankmajer seine titelgebende Figur per Stop-Motion-Animation zum Leben erweckt. So beunruhigend sein Aussehen auch ist, umgibt ihn der tschechische Surrealist immer noch mit einem Hauch von Menschlichkeit. Mit einem Astloch als einzige Öffnung in seinem blanken Holzgesicht, eingehüllt in Windeln, mit einer süßen Strickmütze und eine Rassel im Netz feiner Wurzeln umklammert, wird unter Tränen und Gemecker Otiks alles verzehrende Natur sichtbar. Egal, wie viel Babynahrung und schließlich auch Fleisch seine Eltern in seinen hohlen Schlund schieben, er kann nicht satt werden; er weint weiter und gestikuliert in hungriger Not mit seinen kleinen Wurzeln. Die Geschichte wechselt von Komödie zu Horror, als immer deutlicher wird, dass Otiks unersättliche Bedürfnisse das Leben seiner Eltern nicht nur im übertragenen Sinne, sondern auch buchstäblich verschlingen könnten.

Švankmajer achtet seltsamerweise darauf, Otik in einem bestimmten Licht darzustellen. Obwohl es sich um ein blutrünstiges Monster handelt, ist die Kreatur immer noch ein eigensinniges Kind, das Pflege, Aufmerksamkeit und Führung braucht – wodurch das Wurzelstück vielfach sympathischer und lebendiger wirkt als die ihn umgebenden Menschen. [Jana]

1. Blumen des Schreckens (1963)

Die Adaption von Steve Sekely und Freddie Francis aus dem Jahre 1962 nimmt sich große Freiheiten. Die als Triffids bezeichneten fleischfressenden Pflanzen kommen in dieser Version durch den Meteoritenschauer als Sporen auf die Erde; eben jener Meteoritenschauer, der auch die halbe Welt erblinden ließ. Bill Mason (Howard Keel) konnte dies jedoch unbeschadet überstehen, da er aufgrund einer Augen-OP nichts von dem Schauspiel mitbekommen hat. Auf der Flucht vor den Triffids und der in sich zusammenbrechenden Gesellschaft versucht Bill, sich in Sicherheit zu bringen. Auf seiner Reise, die ihn durch halb Europa führt, trifft er auf weitere Überlebende und gemeinsam versuchen sie, die sich in immer größeren Gruppen zusammenrottenden Triffids zu besiegen…

Wer von Blumen des Schreckens ein Low Budget Creature Feature erwarten würde, dürfte erstaunt sein, mit welch spektakulären Bildern Sekely und Francis hier den Weltuntergang zelebrieren. In zwei getrennt erzählten Handlungssträngen und sich über eine Vielzahl Handlungsorte erstreckend, zeichnet der Film ein mannigfaltiges Bild der floralen Apokalypse und wie Menschen in Westeuropa versuchen damit klar zu kommen. Und lässt damit eher an hoch budgetierte Sci-Fi-Produktionen wie Kampf der Welten von 1953 denken.

Gekoppelt wird diese ausladende Inszenierung mit einem einnehmenden Monster-Design, das mit beeindruckenden handgemachten Effekten zum Leben erweckt wird. So ist es schlussendlich die Kombination der Monster mit dem breiteren Blick auf die Apokalypse, was Blumen des Schreckens sich von ähnlichen Creature Features abheben lässt und noch heute so sehenswert macht. [Florian]


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