13 Horrorfilme mit gruseligen Puppen, die ihr gesehen haben solltet

Puppen

Heute widmen wir uns einem Thema, das den Horrorfilm fast seit Anbeginn begleitet und auch heute noch gerne verwendet wird: gruselige Puppen.

Für die Auswahl der 13 Horrorfilme hat es keine Rolle gespielt, ob die Filme gut sind oder die Puppen im Mittelpunkt des Films stehen. Einziges Kriterium: Die Puppen müssen gruselig sein! In diesem Sinne wünschen wir frohes Gruseln!


13. Puppet Master (1989)

1939, Kalifornien. Der Puppenmacher Andre Toulon ist dabei, seine neueste Puppe, Jester, zu vollenden. Jester wird eine lebendige Puppe, so wie er auch seinen anderen Kreationen Leben einhauchte. Dann erschießt er sich, bevor zwei Nazi-Spione seiner habhaft werden können.

1989, Kalifornien. Eine Gruppe von Hellsehern reist zu Toulons Versteck, sie wollen sich in einem Hotel mit Neil Gallagher treffen, der den Unterschlupf ausfindig machte. Sie treffen dort jedoch nur auf Neils Witwe, denn Neil hat sich erschossen und liegt aufgebahrt in einem der Zimmer. In der ersten Nacht klettert Pinhead, eine von Toulons Puppen, aus dem Sarg und kurz darauf machen sich die lebendigen Puppen an ihr mörderisches Werk…

Die Puppen aus der Full-Moon-Schmiede von Charles Band (u.a. Subspecies, Dollman) erwachten 1989 zum Leben. Der Film ist, wie alle Filme von Charles Band und seinem Studio, günstig gedreht und ein pures 80er-Horror-B-Movie mit all seinen Schwächen und Stärken. Zu den Stärken zählen die Puppen, die schon längst Kultstatus erworben haben. Dabei sehen diese an sich eher putzig aus und wenn man sie nicht bei ihrem blutigen Werk erlebt hätte, könnte man sie fast für Spielzeuge halten. Aber: Wo die Puppen in Magic – Die Puppe des Grauens oder Traum ohne Ende nicht ohne ihren Bauchredner funktionieren würden, entwickeln sie hier geradezu ein eigenes Bewusstsein. Das ist auch nicht weiter verwunderlich, denn in ihnen leben die Geister von Opfern des Nazi-Regimes. Ob Blade, der messerschwingende Anführer, der bärenstarke Pinhead, Tunneler, der sich mit seinem Bohrkopf ins Fleisch seiner Opfer bohrt oder Leech Woman, die fiese Blutegel spuckt: Niemand, ob gut oder böse, Hellseher oder Nazi, legt sich ungestraft mit den mörderischen Puppen an.

12. Dead Silence (2007)

Bauchredner-Puppen haben eine lange Tradition im Horrorfilm. Mit Dead Silence präsentiert uns James Wan (Saw, Conjuring), der offenbar einen Hang zu gruseligen Puppen hat, seine Version davon.

Mary Shaw ist eine überaus erfolgreiche Bauchrednerin, die auch ihre Puppen selbst herstellt. Bei einem Auftritt jedoch ruft ein Junge dazwischen, dass er ihre Lippenbewegungen sehen könne. Shaw nimmt es gelassen und erstaunt das Publikum, indem sie gleichzeitig mit ihrer Puppe Billy spricht. Nach der Vorstellung verschwindet der Junge spurlos und wird nie wieder gefunden. Der wütende Mob findet in Shaw schnell eine schuldige und reißt ihr die Zunge raus, bevor er sie umbringt. Die Seele der Bauchrednerin nutzt jedoch ihre Puppen, um grausame Rache zu nehmen, indem sie allen schreienden Opfern ebenfalls die Zunge rausreißt.

Dead Silence erinnert mit seinem Puppen-Ensemble teilweise an Dolls und steht diesem in Gruselfaktor auch kaum was nach. Im Mittelpunkt steht aber natürlich Mary Shaws Lieblingspuppe Billy, dessen Design von klassischen Bauchrednerpuppen wie in Traum ohne Ende inspiriert wurde. Insbesondere die langsam sich bewegenden Augen der ansonsten reglosen Puppe sorgen immer wieder für Gänsehautmomente.

11. Chucky – Die Mörderpuppe (1988)

Mit leuchtenden Augen nimmt Andy sein Geburtstagsgeschenk entgegen: eine Good-Guys-Puppe, seinen neuen besten Freund Chucky. Wer hätte auch ahnen können, dass sich diese Puppe als gar nicht so guter Freund erweisen wird.

Chucky beginnt als harmloses austauschbares Kinderspielzeug, das alleine deswegen schon verstört, weil die offene und freundliche Mimik im Verlauf des Films immer mehr den Gesichtszügen des in ihr wohnenden Charles Lee Ray ähnelt. Die Kombination aus der wutverzerrten Fratze des hageren verlebten Mannes im Kinderkörper und Haaren, als hätte das Lametta des Weihnachtsbaums in die Steckdose gefasst, wird zunehmend befremdlich. Die vielen Gesichter des Chucky, die in Sekundenbruchteilen zwischen unschuldig und entstellt wechseln, gruseln noch stärker, wenn man bedenkt, wie flink und stark er trotz seiner Körpergröße ist – und wie schwer man ihn wieder loswird.

Wer sich schon immer mal gefragt hat wie es wäre, sich einen 90 cm großen Killer vom Leib zu halten, ist bei Chucky an der richtigen Adresse.

10. Pin (1988)

PIN ist die medizinische Ganzkörper-Puppe von Dr. Linden (Terry O’Quinn, Stepfather, Lost). Er nutzt sie als Bauchredner-Puppe, um vor allem Kinder, die er behandelt, zu beruhigen. Auch für die Erziehung seiner beiden Kinder, Leon und Ursula, nutzt er sie. PIN wirkt dabei geradezu menschlich, sodass sogar eine der Schwestern heimlich sexuell auf sie fixiert ist. Und auch Leon, der an einer nicht diagnostizierten psychischen Störung leidet, hat Gefallen an der für ihn lebendigen Puppe gefunden. Auf andere, wie Ursula, macht die Puppe einen eher beunruhigenden Eindruck. Je älter Leon wird, desto stärker wird er von PIN eingenommen. Als Dr. Linden Leons Psychose diagnostiziert, ist es schon fast zu spät. Kurzerhand will er PIN fortschaffen, doch die Eltern sterben dabei bei einem schrecklichen Unfall, in den PIN auf merkwürdige Weise involviert ist. Leon stiehlt die Puppe vom Unfallort und schafft sie heimlich in das Haus der Eltern, wo er PIN nicht nur ein Zimmer gibt, sondern auch einkleidet. Und wo Ursula bald ihren eigenen Alptraum erleben wird, bei dem die tote Puppe eine sehr lebendige Rolle spielt. Denn es gibt nur eine Zeit – die Zeit nach PIN …

PIN, oder Deadly Friend wie der Film auch heißt, ist ein sehr verhalten inszenierter, dafür umso verstörend wirkender Film. Man merkt, dass es sich um eine (kanadische) Low-Budget-Produktion handelt. Die wird allerdings von einem psychologisch ausgefeilten Drehbuch, sehr guten schauspielerischen Leistungen, einer starken Regie und einem passenden Soundtrack weit über das Genre-Mittelmaß hinausgehoben. Die Plastikpuppe PIN spielt dabei eine hervorgehobene Stellung. PIN bewegt sich nicht. Sie sagt auch nichts, lässt andere für sich sprechen. Stattdessen beobachtet sie mit ihren toten, künstlichen Augen das Geschehen. Spielend gewinnt sie die Kontrolle über Leon, der pathologisch auf sie – den leblosen Gegenstand – fixiert ist. PIN ist unangenehm, ohne dabei mehr machen zu müssen, als still das Geschehen zu beobachten.

9. Asylum (1972)

Die Horror-Anthologie Asylum der britischen Filmproduktionsfirma Amicus gehört zu einer der bekanntesten und besten Arbeiten des Studios.

Im Film muss ein junger Psychiater unter den Patienten den verrückt gewordenen, ehemaligen Leiter der Anstalt herausfinden. Eine der gruseligsten Episoden handelt von einem Mann (wie immer hervorragend gespielt von Herbert Lom) der seinen Geist in von ihm gebastelte Roboter transferieren kann.

Richtig unheimlich macht das Ganze, dass die niedlichen kleinen Spielzeuge stoisch durch die Gegend marschieren und beharrlich ihr Ziel verfolgen, nämlich erbarmungslos zu töten, beseelt vom wirren Geist ihres Schöpfers.

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Seid gegrüßt,
Ich habe unzählige Namen und erscheine in vielen Gestalten. Hier kennt man mich als Dark Forest und ich bin euer Gastgeber. Ich führe euch durch die verwinkelten Bauten, düsteren Wälder und verfallenen Ruinen. Immer mir nach!
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