Das Monster in uns. Ein Blick auf Jörg Buttgereits Nekromantik

Nekromantik

Als Autor, Regisseur, Filmkritiker und ausgewiesener Godzilla-Experte befasst sich Jörg Buttgereit bereits seit den frühen 1980er Jahre mit dem Abgründigen, wobei vor allem Nekromantik und Der Todesking ihn international bei Fans des Horror- und Splatter-Genres bekannt gemacht haben. Während die einen Buttgereit dafür als „subversiven Romantiker“ feiern, erkennen andere in seiner Beschäftigung mit kontroversen Themen lediglich einen Willen zur Provokation. Das mag daran liegen, dass seine (frühen) Filme oberflächlich betrachtet – auch aufgrund ihres geringen Budgets – durchaus als lupenreiner Trash durchgehen, aber auch daran, dass er als Grenzgänger zwischen Horror- und Kunstfilm die Erwartungen beider Zielgruppen gleichermaßen unterwandert. Doch genau das macht eine Auseinandersetzung mit Buttgereit so lohnenswert.

Weiterlesen

Zwischen Wahn und Wirklichkeit. Guy de Maupassants „Der Horla“ und sein filmisches Nachleben

Tagebuch eines Mörders

Namenloses Grauen überkommt den Protagonisten in Guy de Maupassants berühmter Erzählung „Der Horla“, glaubt er sich doch in manchen Momenten von einem unsichtbaren Wesen verfolgt, das seinen Willen steuert und ihm im Schlaf die Lebenskraft entzieht. Ein Abstieg in den Wahnsinn beginnt, bei dem auch der Leser bald nicht mehr zu sagen vermag, was wirklich ist und was nicht. Wir haben uns auf Zeitreise ins 19. Jahrhundert begeben und stellen euch nicht nur eine der bedeutendsten phantastischen Erzählungen, sondern auch ihre bekannteste Verfilmung vor.

Weiterlesen

Shirley Jacksons „Spuk in Hill House“ (1959) und seine filmischen Nachfolger

Bis das Blut gefriert

1959 schuf die Autorin Shirley Jackson einen Meilenstein der Horror-Literatur. Im folgenden Artikel erfahrt ihr, warum es besser wäre, nicht allein zu sein – in der Nacht, in der Dunkelheit, wenn ihr „Spuk in Hill House“ lest. Gleiches gilt für die Verfilmung Bis das Blut gefriert von 1963 und die gleichnamige Netflix-Serie.

Weiterlesen

Von Unaussprechlichen Kulten, erschreckenden Omen und Tentakeln auf der Leinwand: H.P. Lovecraft zwischen Kult und Kultur III – Monströse Mythographien

Schleimige Tentakel, mörderische Rituale und uraltes, namenloses Grauen – das Motivrepertoire des Schriftstellers H.P. Lovecraft inspiriert seit über fünfzig Jahren das Horrorkino. Im dritten Teil unserer Reihe „Lovecraft zwischen Kult und Kultur“ haben wir uns auf Spurensuche begeben, um die höchst unterschiedlich rezipierten Einflüsse des Altmeisters aus Providence in Filmen von The Dunwich Horror bis Die Mächte des Wahnsinns zu sichten.

Weiterlesen

Kosmisches Grauen jenseits des Denkbaren: H.P. Lovecraft zwischen Kult und Kultur II – Monströse Mythographien

Von seinem Schreibtisch aus entfesselte ein kauziger Gentleman aus Providence in den 1920ern archaische Schrecken und avancierte zu einem der wichtigsten Autoren der modernen Phantastik. Beinahe achtzig Jahre nach dem Tod ihres Schöpfers sind Nyarlathotep, Shub-Niggurath und die anderen Großen Alten umtriebiger als je zuvor. Im zweiten Teil unserer Reihe „H.P. Lovecraft zwischen Kult und Kultur“ gehen wir der Frage nach, was sich hinter dem Konzept des kosmischen Grauens verbirgt und wie Lovecraft damit seinen Lesern das Fürchten lehrt.

Weiterlesen

1 2 3