13 Grusel-Filme für die ganze Familie

Horrorfilme für Kinder

Heute dreht sich bei uns alles um Gruselfilme für die ganze Familie. Wir haben uns durch etliche gruselige Streifen gewühlt, die auch für Kinder geeignet sind, und für euch 13 Perlen ausgegraben. Viel Spaß!

Viele Eltern stellen sich die Frage, welche Horrorfilme sie ihren Kindern zeigen können, und gerade zu Halloween steigt auch der Wunsch vieler Kinder sich einen gruseligen Film anschauen zu dürfen. Aus diesem Grund haben wir für euch 13 gruselige Filme zusammengetragen. Bei jedem Film haben wir als Richtlinie die Einstufung der FSK dazu geschrieben und in den Texten zum Teil erwähnt, wie geeignet wir welchen Film für welche Altersgruppe finden. Aber natürlich ist jedes Kind anders und Eltern wissen am besten, was sie ihren Kindern zumuten können und was nicht.
In diesem Sinne wünschen wir schon einmal wohliges Gruseln zu Halloween für die ganze Familie!


13. Casper (1995) – FSK 6

Eine geldgierige Frau erbt statt eines Vermögens eine Villa, die sie nur deshalb annimmt, weil sich darin ein vermeintlicher Schatz befindet. Diesen zu heben stellt sich allerdings als schwieriger heraus, als ihr lieb ist, denn in der Villa haben sich eine Handvoll furchteinflößender Geister eingenistet. Einer davon ist Casper, dessen größter Wunsch nicht Spuk und Schreck ist. Viel lieber wäre ihm ein Freund. Als er zufällig von Dr. Harvey und dessen Tochter Kat erfährt, die sich der professionellen Geistertherapie verschrieben haben, sieht er seine Chance gekommen. Mit kleinen Geistertricks schafft er es, die Erbin davon zu überzeugen, Dr. Harvey als therapeutischen Exorzisten zu engagieren. Doch wird er es schaffen Kat als neue Freundin zu gewinnen und sogar zu behalten?

Casper ist ein durchaus kindgerechter Gruselfilm mit 90er Charme. Die potentiell schwere Story rund um die Suche nach Anerkennung und Zugehörigkeit wurde mit Witz und Humor aufgelockert. Der einprägsame Score von James Horner (Aliens, Titanic) verleiht dem Film an den richtigen Stellen zusätzliche Tiefe. Auch wenn die Charaktere der drei Geisteronkel oder der Erbin samt ihrem Gesellen oberflächlich bleiben, beeinträchtigt dies die Umsetzung kaum. Die vier Hauptstränge um Kat (Christina Ricchi, Addams Family), Casper (Devon Sawa, Final Destination), Dr. Harvey (Bill Pullman, Lost Highway) und Carrigan (Cathy Moriarty, Wie ein wilder Stier), die zu Beginn noch sehr unterschiedliche Ziele und Bedürfnisse haben, greifen sehr gut ineinander, bestärken sich im Sinne des Storyverlaufs und lösen sich in befreiendem Wohlgefallen auf.

Casper ist ein Film, der einem jüngeren Publikum absolut zugetraut werden kann. Auch oder gerade weil er schwer zu erklärenden Themen wie Verlust, Einsamkeit oder auch Gier ein Gesicht gibt und somit Identifikationspotential bietet ohne an Witz und Freude zu verlieren. [Heike]

12. Die Monster AG (2001) – FSK 6

Düstere Schatten, die lebendig wirken, Monster ,die unter dem Bett lauern, oder Gespenster, die im Schrank spuken. Wer kennt sie nicht, diese imaginierten nächtlichen Schreckgestalten? Im Falle von Pixars spaßigem Grusel-Abenteuer Die Monster AG jedoch, werden diese Figuren aus nächtlichen Albträumen zu liebenswürdigen Protagonisten.

Mike und Sully, zwei Ungeheuer der titelgebenden Monster AG, sind ein Dream-Team in der Abteilung fürs Erschrecken. Jeden Tag gehen sie in die Menschenwelt, um Kinder in Angst und Schrecken zu versetzen. Diese Kinderschreie werden anschließend eingefangen und dazu genutzt die Monsterwelt mit Energie zu versorgen. Alles läuft super, bis sich ein kleines Mädchen in die Welt der Monster verirrt. Für Mike und Sully sind Kinder alles andere als ungefährlich, so glauben sie jedenfalls, und deshalb machen sich die beiden auf den Weg die Kleine in ihre Welt zurückzuschicken, bevor noch jemand Wind davon bekommt.

Die Monster AG ist eine zeitlose „Gute-Nacht-Geschichte“, vor allem auch für Kinder, die noch Angst vorm Dunkeln haben. Die Geschichte wirkt frisch, da sie die sonst so gruseligen Monster zu Helden macht. Darüber hinaus erzählt der Film eine herzergreifende Story über Freundschaft und Toleranz, die Jung und Alt bei bester Laune hält. So sind es vor allem die vielseitigen, sympathischen Charaktere, die rasante Action und der charmante Humor, die in Erinnerung bleiben. Von herzlich bis humorvoll: Der Film hält für alle Geschmäcker etwas bereit, ganz gleich ob die sich langsam entfaltende Beziehung zwischen dem haarigen Sully und der knuffigen Boo oder die schlagfertigen Antworten des einäugigen Gummiballs Mike.

Die Monster AG ist einer der Pixar-Filme, die unvergessen bleiben, ebenso wie der Intro Song von Paul Newman. [Jörg]

11. Taran und der Zauberkessel (1985) – FSK 6

In Taran und der Zauberkessel verweben die Walt Disney Studios walisische Mythen, Legenden und Sagen zu einem märchenhaften und spektakulären Fantasy-Abenteuer. Die Vorlage bilden die ersten beiden Bücher der „Chroniken von Prydain“, einer Fantasyroman-Reihe für Kinder, in der Taran und seine Freunde in einen epischen Kampf zwischen Gut und Böse verwickelt werden.

In der mystischen Welt von Prydain lebt der junge Schweinehirte Taran, der sich in seinen Tagträumen gern als großen Krieger sieht. Er muss seinen Mut schon bald unter Beweis stellen, denn sein weissagendes Schwein Hen Wen wird vom Gehörnten König entführt. Der böse Herrscher hofft, dass das Schwein ihm den Weg zum sagenumwobenen schwarzen Kessel zeigen kann, mit dessen Zauberkräften er eine riesige Armee von Untoten erschaffen und die Welt regieren will. Mit der Hilfe seines Zauberschwerts und unterstützt durch die toughe Prinzessin Eilonwy, den Barden Flewdor Flam und einen tierischen Waldbewohner namens Gurgi stellt Taran sich den Plänen des bösen Königs entgegen und versucht die Welt zu retten.

Für einen Disney-Film schlägt Taran und der Zauberkessel ungewohnt düstere Töne an. Im Schloss des Gehörnten Königs wimmelt es von axtbewehrten Goblins und untoten Skelettkriegern, die auf jüngere Kinder durchaus beängstigend wirken können und dem Film eine FSK6-Freigabe eingebracht haben. Dennoch siegt auch in diesem Fall natürlich das Gute über das Böse und die Macht der Freundschaft triumphiert. Gemeinsam besiegen die Freunde den Gehörnten König und werden zu wahren Helden, während Taran versteht, dass Ruhm nicht das Wichtigste im Leben ist.

Und die abenteuerliche Geschichte um Taran und seine Freunde, die in der magischen Welt von Prydain auf Elfen, Hexen und böse Könige treffen, zieht nicht nur den eigenen Nachwuchs in ihren Bann – auch als Erwachsener wird man angesichts des Disney-Klassikers aus der eigenen Kindheit leicht nostalgisch. [Catherin]

10. Hocus Pocus (1993) – FSK 12

Die Sanderson-Schwestern Winifred, Mary und Sarah bereiten sich im Jahr 1693 auf den ultimativen Zauber vor: Die Lebenskraft der jungen Emily soll sie unsterblich machen. Thackery Binx, Emilys Bruder, versucht dies noch zu verhindern. Doch er kommt zu spät und wird für seine Einmischung zu einem ewigen Leben als Kater verdammt. Rasend vor Wut lassen die Dorfbewohner die Schwestern für ihre Untaten hängen. Kurz vor ihrem Tod sprechen diese einen letzten Fluch: Wenn ein jungfräuliches Wesen zu Halloween ihre schwarzflammige Kerze entzündet, kommen sie zurück, um ihr Werk zu vollenden. 300 Jahre später sind die Schwestern nur noch ein gruseliger Mythos im kleinen Salem. Bis sich Max, seine Schwester Dani und sein Schwarm Alison auf den Weg machen, den Mythos als Hocus Pocus zu entlarven. Max entzündet die schwarzflammige Kerze und plötzlich stehen drei waschechte Hexen vor ihm. Er schnappt sich seine Schwester, Alison und das Hexenbuch, denn um den Fluch ein für alle Mal zu brechen, müssen sie diese Nacht durchstehen.

Hocus Pocus ist eine Grusel-Fantasy-Komödie rund um Geschwisterbeziehungen; von Thakery und Emily, Max und Dani oder der Sanderson-Schwestern selbst. Die Verfolgungsjagd durch das moderne Salem konfrontiert die Hexenschwestern immer wieder mit neuen Herausforderungen, die allerhand Stoff für witzige Szenen bieten. Insbesondere Bette Midler glänzt dabei in ihrer Rolle als Winifred Sanderson, deren Schwestern in ihrer naiven Bösartigkeit des Öfteren eher Fluch als Segen darstellen. Somit bietet Hocus Pocus eine leicht zugängliche Grusel-Geschichte und ist dadurch ein Spaß für Groß und Klein. [Heike]

9. Frankenweenie (2012) – FSK 12

Tim Burton entwirft mit seiner berührenden Geschichte über einen Jungen, der seinen verstorbenen Hund wieder zum Leben erweckt, eine Hommage an das klassische Horrorkino der 50er und 60er Jahre.

In der verschlafenen Kleinstadt New Holland lebt der Schüler Victor Frankenstein mit seinen Eltern und seinem Hund Sparky. Als dieser von einem Auto angefahren wird und stirbt, verliert Victor seinen besten Freund. Durch eines der Experimente seines Lehrers Mr. Rzykruski auf die Idee gebracht, beschließt der technikbegeisterte Victor, seinen Hund wiederzubeleben. Das Experiment gelingt und bis auf ein paar kleine Details ist Sparky wieder der Alte. Obwohl Sparkys Auferstehung unbedingt geheim bleiben sollte, erfährt Victors Klassenkamerad Edgar davon und schon bald wimmelt es in der Stadt von untoten Monstern.

Mit Stop-Motion-Technik kreiert Tim Burton einen Film, der verschiedene Elemente aus Horror, Komödie und Science Fiction vereint. B-Movies und Monsterfilme mit ihren altmodischen Schrecken und wissenschaftlichen Experimenten werden um eine Vielzahl schrulliger Figuren erweitert und wieder zum Leben erweckt. Tim Burton gelingt eine liebevolle Geschichte über Freundschaft, Akzeptanz und Andersartigkeit in einem charmanten 50er-Jahre-Look.

Der Film richtet sich an ein Publikum ab 12 Jahren, eine angemessene Freigabe, da u.a. die Wiederbelebungen oder auch Mutation der anderen Haustiere zu furchterregend auf jüngere Kinder wirken können. Jedoch für alle älteren Kinder eignet sich der Film als Einstieg in die Welt der alten Horrorklassiker rund um Frankenstein, Dracula und Co. [Jana]

Florian Halbeisen
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