13 Splatter-Filme, die ihr gesehen haben solltet

Splatter

8. The Machine Girl (2008)

Obwohl Ami und ihr Bruder Yu als Waisen aufwachsen, leben sie ein relativ glückliches und normales Leben. Dies ändert sich jedoch drastisch als Yu und sein Freund Takeshi von einer Gang an ihrer Schule getötet werden. Ami findet heraus, dass die Gang mit einer Yakuza-Familie in Verbindung steht und schwört blutige Rache.

Und die Rache könnte kaum blutiger sein. In Noboru Iguchis (Mutant Girls SquadDead Sushi) Low-Budget-Gore-Fest geht es so richtig zur Sache und durch die Spezialeffekte von Yoshihiro Nishimura (Tokyo Gore Police) sieht das Ganze sogar phantastisch aus. Wobei ich hier auch keine falschen Erwartungen schüren will, denn The Machine Girl ist durch und durch ein Nippon-Trash-Splatter und will auch gar nicht mehr sein.
Er bietet die zwei japanischen Idole/Gravure Idols Minase Yashiro und Asami Sugiura, die in Schulinform mit Maschinengewehr und Kettensäge bewaffnet sich durch die Gegend metzeln. Dabei gibt es noch Special Underwear, Finger Food und viele weitere originelle und vor allem skurrile Einfälle zu begutachten – ein durch und durch gelungener Nippon-Splatter. [Florian]

7. Tokyo Gore Police (2008)

In einer nicht allzu fernen Zukunft wurde die Polizei von Tokio privatisiert und herrscht gnadenlos über die Stadt, in der sogenannte „Engineers“ ihr Unwesen treiben. Diese wurden von einem verrückten Wissenschaftler mit dem Namen „Key Man“ erschaffen. Sobald die Engineers einen Körperteil verlieren, wächst ihnen an dessen Stelle eine Waffe nach. Ein Spezialeinheit der Polizei, die Engineer Hunters, ist ausschließlich dafür ausgebildet, diese Bedrohung unschädlich zu machen.

Tokyo Gore Police ist für mich ein ganz besonderer Vertreter unter den abstrusen japanischen Splattern. Abgesehen davon, dass die Effekte mit zu den Besten gehören, kann Regisseur, Drehbuchautor und Effekt-Spezialist Yoshihiro Nishimura zudem noch mit einer bissigen Satire überzeugen und erzählt nebenbei sogar noch eine spannende Geschichte. Aus diesem Grund würde ich den Film auch jenen ans Herz legen, die ansonsten lieber einen weiten Bogen um jeden Nippon Splatter machen. Denn Tokyo Gore Police ist etwas ganz Besonderes, das man zumindest einmal gesehen haben sollte. [Florian]

6. Ichi the Killer (2001)

In Ichi the Killer tauchen wir ein in Takashi Miikes Welt der Yakuza. Der Yakuza-Boss Anjo wurde brutal ermordet und seine rechte Hand Kakihara (Tadanobu Asano) macht sich auf die Suche nach dem Mörder. Langsam stellt sich heraus, dass ein ominöser Killer namens Ichi (Nao Omori) im kriminellen Untergrund von Tokio sein mörderisches Unwesen treibt und auch für den Tod von Anjo verantwortlich ist. Kakihara, angetrieben vom Verlangen nach Vergeltung, aber auch von Faszination, macht sich auf die Suche nach Ichi.

Dies bietet die Grundlage für allerlei Gemetzel und viele Blutfontänen, wie man sie aus japanischen Splatter-Filmen kennt. Bei den Effekten handelt es sich um eine gute Mischung aus handgemachten und digitalen Effekten. Alles in allem ist Ichi the Killer ein spannender Genre-Mix. Wenn man sich auf Miikes groteske Welt und die zwei Antagonisten Kakihara und Ichi einlassen kann, bietet der Film ein flott inszeniertes Yakuza-Superhelden-Splatter-Drama rund um eine durchaus faszinierende Liebesgeschichte eines Sadomasochisten. [Florian]

5. Maniac (1980)

Der psychisch kranke Serienmörder Frank Zito (Joe Spinell, Taxi Driver), den die Presse nur den „Maniac“ nennt, macht im New York der 80er Jahre Jagd auf junge Frauen. Der Auslöser für diese Taten ist der Missbrauch durch seine Mutter, eine gewalttätige Prostituierte, die bereits verstorben ist. Franks Hass auf sie wird den „leichten Mädchen“ der Stadt – und allen, die er dafür hält – zum Verhängnis. Als er sich in die Fotografin Anna (Caroline Munro, Dracula jagt Mini-Mädchen) verliebt, scheint kurz ein Happy End in Sicht, doch Frank kann das Töten nicht lassen …

Die räudige Grundstimmung und die reißerische Inszenierung des Films, der nicht mit Exploitation geizt, liefern den perfekten Hintergrund für drastische Splatter-Effekte. Und die Gewaltexzesse, die Maniac zelebriert, sind genau das: blutig und äußerst brutal. Dank Make-up- und Spezialeffektkünstler Tom Savini (Dawn of the DeadFreitag der 13.), der im Übrigen einen famosen Cameo-Auftritt als „Disco Boy“ hinlegt, sehen sie beunruhigend realistisch aus, ob es sich um einen extrem blutigen Kopfschuss aus nächster Nähe oder das detailliert gezeigte Abtrennen einer Kopfhaut mit dem Rasiermesser handelt. Diese harten Gewaltdarstellungen haben dem Film eine bundesweite Beschlagnahmung beschert – freigegeben ist lediglich eine Schnittfassung, die mit Kürzungen von mehreren Minuten mindestens so sehr verstümmelt wurde wie die Opfer des Maniac. [Catherin]

4. Re-Animator (1985)

Als Medizinstudent Daniel den kauzigen Kommilitonen Herbert West als Untermieter einziehen lässt, ahnt er nicht, dass dies der Beginn eines aberwitzigen Albtraums ist. West verfolgt wie besessen ein obskures Projekt: die Entwicklung eines Serums, welches die Toten wieder zum Leben erweckt. Als er Daniel, der über Zugang zur universitären Leichenhalle verfügt, in seine Experimente miteinbezieht, kommt es bald zum unvermeidlichen Fiasko.

Re-Animator stellt den Auftakt der erfolgreichen Zusammenarbeit Stuart Gordons und Brian Yuznas dar, der weitere Genreklassiker folgten. Erfolgreich bewältigen die beiden den schwierigen Spagat zwischen humorvoller Unterhaltung und handgemachtem Body Horror, der auch heute noch erschreckend gut aussieht. Obwohl Re-Animator in Sachen Splatter keine Gefangenen macht, ist er viel mehr als das: Die mit gutem Gespür inszenierte Billigproduktion sticht, nicht zuletzt ob des schaurig-grotesken Schauspiels von Hauptdarsteller Jeffrey Combs, wohltuend hochwertig aus anderen Low-Budget-Streifen ihrer Zeit hervor. [Alexander]

Florian Halbeisen

Horrorfilme sind für mich ein Tor zu den unheimlichen, verstaubten Dachböden und finsteren, schmutzigen Kellern der menschlichen Seele. Hier trifft man alles von der Gesellschaft abgeschobene, unerwünschte, geächtete, begrabene: Tod, Schmerz, Angst, Verlust, Gewalt, Fetische, Obsession. Es ist eine Entdeckungsreise auf die "Schutthalde der Zivilisation".
Auf diese Reise würde ich euch gerne mitnehmen.
Florian Halbeisen

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