13 Home-Invasion-Filme, die ihr gesehen haben solltet

8. Kidnapped (2010)

Die spanisch-französische Produktion gehört eindeutig zu den härteren Vertretern des Genres. Regisseur Miguel Angel Vivas schlägt uns mit Kidnapped eine ordentliche Portion rohe Gewalt ins Gesicht, die uns das ein oder andere Mal den Atem stocken lässt. Vivas arbeitete beim Home-Invasioner mit einer Schnitttechnik, die nur äußerst selten die Schere ansetzt und uns möglichst lange, ohne Unterbrechung in eine Szenarie wirft. Die immer wieder angewandte Split-Screen-Optik wirkt ungemein interessant, verschafft uns Überblick über die Gesamtsituation und weiß aufgrund des Storyverlaufs komplett zu überzeugen. Kidnapped lehrt uns das Fürchten, lässt uns keine Sekunde gelangweilt zurück und wartet mit einer knallharten Eigenart auf, die selbst den hartgesottenen Horrorfreaks die Schweißperlen auf die Stirn treiben wird.

7. Don’t Breathe (2016)

Don’t Breathe zählt zu den gehyptesten Filmen des letzten Jahres und dies in meinen Augen auch vollkommen zu recht. Wie man schon beim Remake von Evil Dead erkennen konnte, so versteht es Alvarez geschickt mit den Elementen des Genres und den Ängsten des Publikums zu spielen. Besonders gelungen ist auch die facettenreiche Charakterzeichnung fernab von Schwarzweißmalerei. Es ist immer möglich die Aktionen von allen Beteiligten bis zu einem gewissen Grad nachzuvollziehen. Dies verleiht dem Gesehenen noch einmal einen realistischeren Touch.

Wenn das Gezeigte droht zu repetitiv zu werden, schafft es Alvarez immer wieder mit einigen durchaus garstigen Wendungen wieder Schwung reinzubringen. Auch wenn er zum Schluss dann doch die eine oder andere Volte zu viel schlägt. So bleibt ein Film der Gelegenheitsgucker wie auch Horrorfans begeistern kann. Auf jeden Fall ein interessanter Genre-Beitrag, der die „Home Invasion“-Prämisse einfach mal auf den Kopf stellt.

6. Sleep Tight (2011)

Jaume Balaguerós erster Film nach den ersten zwei Teilen von Rec gehört zu den ungewöhnlicheren Teilen des Home-Invasion-Genres. Denn hier haben wir es nicht mit einem gewaltsamen Eindringen in das Heim der Opfer zu tun. Ganz im Gegenteil hat der grandios aufspielende Luis Tosar (Shrew’s Nest) als Concierge César freien Zutritt zu allen Wohnungen des Mehrparteienhauses.

Balaguerós entfesselt in Sleep Tight einen zerstörerischen Sog rund um César, der alles in den Abgrund zu reißen droht – und das Publikum gleich mit dazu. Gemeinsam mit César begeben wir uns auf eine nihilistische Reise in die Obsession. César ist Protagonist und Antagonist in einem, faszinierend und abstoßend zugleich. Also ihr Spanner, versteckt euch schnell unterm Bett oder im Schrank, bevor uns noch jemand sieht!

5. You’re Next (2011)

Adam Wingard, einigen bekannt durch The ABCs of Death, lässt sich nicht viel Zeit damit den Zauschauer herausfinden zu lassen, worum es geht. In bester Slashermanier und mit heftigen Gewaltspitzen versehen wird man Zeuge eines schwarzhumorigen Tripps, der nicht dort endet, wo man ihn erwartet. Zwischen familiären Auseinandersetzungen und fliegenden Pfeilen aus Armbrüsten schafft Wingard es einen Protagonisten zu erschaffen, dem man mehr wünscht als das blanke Überleben.

4. Lady in a Cage (1964)

Eine ältere Dame befindet sich allein und in ihrem hauseigenen Fahrstuhl als der Stromkreis unterbrochen wird. Ihre Hilferufe locken allerdings nur einen Säufer an, der alsbald zusammen mit einer Prostituierten ihr Haus ausräumen will. Als eine Bande jugendlicher Krimineller kurz darauf ebenfalls in dem Haus eintrifft, eskaliert die Situation.

Lady in a Cage überzeugt vor allem aufgrund seiner sehr gut aufgelegten Schauspieler, angeführt von Hollywood-Legende Olivia de Havilland. Der Film war 1964 für einige Länder zu brutal, um ihn zu veröffentlichen. Aber mehr noch verstören die menschlichen Abgründe, die sich der Lady in a Cage auftun.

DarkForest

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