7 Horrorfilme von Wes Craven, die ihr gesehen haben solltet

Wes Craven

3. Die Schlange im Regenbogen (1988)

Der Ethnologe Dennis Allan (Bill Pullmann, Independence Day) reist nach Haiti, um im Auftrag eines Pharmaunternehmens eine geheimnisumwitterte Arznei aufzutreiben. Diese soll Menschen in willen- und empfindungslose Zombies verwandeln und wäre von großem Wert für die westliche Medizin – nicht nur für anästhetische Zwecke. Unterstützt von der Psychiaterin Marielle (Cathy Tyson) begibt er sich in die finsteren Untiefen der mysteriösen Voodoo-Traditionen des Landes, um das Pulver zu finden. Doch der haitianischen Geheimpolizei ist dies garnicht Recht und ihr Anführer Paytraud (Zakes Mokae, Dust Devil), selbst ein ruchloser Hexenmeister, wird bald zum teuflischen Gegenspieler Allans…

Die Schlange im Regenbogen ist vielleicht Wes Cravens untypischster Horrorfilm. Weder glänzt er durch den geschickt-pointierten Witz, der Scream zurecht zu einem Kultklassiker machte, noch bietet er bis heute polarisierenden Gesprächsstoff wie Das letzte Haus links. Cravens Adaption der Themen „Voodoo“ und „Zombie“ ist ernster, weniger aufgedreht und nachdenklicher als viele seiner anderen Produktionen. Und das tut ihm durchaus gut: Cravens Haiti ist ein magischer Ort, an dem die Grenze zwischen Schein und Sein verschwimmt. Der Horror-Altmeister lässt sich alle Zeit, die er braucht, um einen tropischen Strudel aus Okkultismus, finsterem Aberglauben und politischer Verschwörung in bester Atmosphäre zu entfesseln.

Die Zombies in Wes Cravens einzigem „Zombiefilm“ sind keine Horden reißender Untoter, sondern stehen nicht einmal sonderlich im Vordergrund. Anstatt sie mordend und beißend herumschlurfen zu lassen, nutzt Craven das Motiv vor allem dazu, das vielschichtige Wechselspiel zwischen uraltem Aberglauben, weltlicher Gewalt und westlicher Rationalität auszuloten. Und das gelingt überaus gut: Die Schlange im Regenbogen ist ein dämmriger, clever inszenierter Alptraum, der die Zuschauer an die Grenzen dessen führt, was sie zu wissen glauben. [Alexander]

2. Scream (1996)

Die junge Cathy Becker wird brutal ermordet. Ihre Mitschüler von der Woodsboro Highschool sind geschockt, doch es bleibt keine Zeit zum Trauern. Nur knapp entgeht die junge Sidney einem Angriff des Killers mit der gruseligen Geistermaske, der gar nicht daran denkt, mit dem Morden aufzuhören. Schon bald traut keiner mehr dem anderen, denn jeder von ihnen könnte der Mörder sein …

Mit Scream warf Wes Craven die starren Regeln des Slasher-Genres über Bord und drehte einen modernen, rasant geschnittenen Film, der von Anfang bis Ende vor Spannung knistert, dabei aber gleichzeitig federleicht wirkt. Zusätzlich strotzt der Film nur so vor schwarzem Humor, Sarkasmus und Gags über die gängigen Konventionen des Horror-Genres.

Craven revolutionierte mit diesem Film das Slasher-Genre, so dass nach dem großen Erfolg von Scream nicht nur ähnliche Filme wie Pilze aus dem Boden schossen, sondern auch der Grundstein zu einer der beliebtesten Horror-Reihen gelegt war, die es bis heute auf vier Teile bringt.

Scream ist ein wahnsinnig unterhaltsamer und spannender Slasher, der bis heute nichts von seiner Charme verloren hat. [Andreas]

1. Nightmare – Mörderische Träume (1984)

Nancy wird von Albträumen geplagt. Ein schrecklich verbrannter Killer namens Freddy verfolgt sie und andere Teenager in ihren Träumen. Dabei ist der Killer mit einem mit Messerklingen versehenen Handschuh ausgestattet. Erwischt er sie im Traum, sterben sie auch in der Realität, einzuschlafen bedeutet den Tod. Nachdem einige Teenager tatsächlich auf unerklärbare Weise sterben, versucht Nancy die Polizei und Eltern davon zu überzeugen, dass Freddy auch weiterhin die Jugendlichen in ihren Träumen umbringen will. Doch sie erntet nur Unverständnis und Ungläubigkeit. Auf sich allein gestellt, zieht sie nicht nur in den Kampf gegen einen übermächtigen Gegner, sie sieht sich auch mit der Vergangenheit ihrer Eltern konfrontiert.

Mit A Nightmare on Elm Street und der Idee Menschen in ihren Träumen und damit auch in der Realität zu töten, hat Wes Craven für frischen Wind im Genre gesorgt und mit Freddy Krueger einen Killer geschaffen, der hier noch nicht zum Pausenclown verkommen ist, sondern als unheimlicher und diabolischer Kindermörder für Angst und Schrecken sorgt. Die Albtraumsequenzen sind sehr detailverliebt und Freddys düstere Welt ist voll von schrecklich skurrilen Orten, eigentlich verstorbenen Menschen und  albtraumhaften Landschaften. Man weiß nie, was für eine Absonderlichkeit in der nächsten Traumsequenz wartet. A Nightmare on Elm Street besitzt einen stimmungsvollen Soundtrack, der sich mit ruhigen und eingängigen Synthesizern und insbesondere Freddys Theme Song einen hohen Wiedererkennungswert sichert. Wes Craven hat sowohl mit der Idee, als auch mit seinem Killer einen Meilenstein geschaffen. [Mathias]


Das war es auch schon von uns. Seid ihr zufrieden mit der Liste? Was muss raus und wie würde eure Liste aussehen?

DarkForest

Seid gegrüßt,
Ich habe unzählige Namen und erscheine in vielen Gestalten. Hier kennt man mich als Dark Forest und ich bin euer Gastgeber. Ich führe euch durch die verwinkelten Bauten, düsteren Wälder und verfallenen Ruinen. Immer mir nach!
DarkForest

...und was meinst du?