The Devil’s Rock (2011) – kurz & schmerzhaft

Wenn der okkult-verrückte Adolf Hitler und seine Helferlein die deutsche Armee mit einem herbeigerufenen Dämonen unterstützen wollen, klingt das erst mal nach Trash par excellence. Unerwarteterweise entpuppt sich The Devil’s Rock als ernstzunehmendes, atmosphärisches Low-Budget-Kammerspiel, das sich zwar keinen Platz in der Oberklasse erkämpft, neben seiner netten Grundidee aber mit allerlei Schmankerln aufwartet.

Originaltitel:
Land:
Laufzeit:
Regie:
Drehbuch:
Cast:

The Devil’s Rock
Neuseeland
83 Minuten
Paul Campion
Paul Campion, Paul Finch, Brett Ihaka
Craig Hall, Matthew Sunderland u.a.

Es ist der 5. Juni 1944, der Vorabend des D-Days. Captain Ben Grogan und Sergeant Joe Tane befinden sich auf einer Mission, um die deutschen Geschütztürme unschädlich zu machen. Plötzlich stoßen die Beiden auf eine Bunkeranlage, in der etwas Merkwürdiges vorzugehen scheint. Die Soldaten vernehmen Schreie und wollen der Sache auf den Grund gehen.

The Devil’s Rock erschafft in den kalten, blutgetränkten Bunkeranlagen eine ausgesprochen dichte Atmosphäre. Während der herbeigerufene Dämon erbarmungslos durch die Gemäuer wütet, tun Protagonist und Antagonist ihr Übriges, um ihn wieder zu bändigen. Und wenn zwei Feinde derselben Bedrohung ausgesetzt sind, rückt natürlich auch ihre Beziehung zueinander in den Mittelpunkt. Leider sind die Dialoge letztlich nicht bissig genug und sorgen gemeinsam mit dem wenig überraschenden Handlungsverlauf dafür, dass The Devil’s Rock im Mittelteil etwas durchhängt.

Wer allerdings trotzdem durchhält, wird mit ordentlichen Splatter-Effekten, einer schaurig-schönen Dämonengestalt und überaus ansehnlichen Darstellerleistungen belohnt. Unterm Strich entpuppt sich Paul Campions Kammerspiel als durchaus unterhaltsamer Genrebeitrag, der völlig unter dem Radar fliegt, es aber allemal wert ist, gesehen zu werden. So geht B-Movie!

Gesamteindruck

Rating: 3 von 5

Bildquelle: The Devil’s Rock © dtp Entertainment

Jan Ott

Als großer Fan des Horror-Kinos, insbesondere der alten Schule, diskutiere ich immer gerne mit meinen Mitmenschen über das, was mir ein Film mitgibt. Ich freue mich darauf, mich mit euch über die unendlichen Weiten des Horror-Genres auszutauschen! 🙂
Jan Ott

...und was meinst du?