7 Filme mit Horror-Ikone Vincent Price, die ihr gesehen haben solltet

Vincent Price

3. Die Verfluchten (1960)

Der junge Philip Winthrop reist zum Stammsitz der Familie Usher, um seine Verlobte Madeline zu besuchen, die er Monate zuvor in Boston kennengelernt hat. Doch der Empfang durch ihren Bruder Roderick ist alles andere als herzlich: Madeline sei schwer krank, ein Besuch darum nicht möglich und seine Anwesenheit mithin unerwünscht, teilt der ihm barsch mit. Auch Roderick selbst scheint von einer seltsamen Krankheit befallen zu sein, die sich in raschem körperlichem Verfall bei gleichzeitiger Übersensibilität der Sinne äußert. Die Ursache für dieses Leiden sieht er in einem Familienfluch begründet, dem auch Madeline nicht entkommen könne. Als Philip dennoch versucht, seine Verlobte zur Abreise zu bewegen, greift ihr Bruder zu drastischen Mitteln, um die Blutlinie der Ushers zu beenden und das Böse auszulöschen …

Mit Die Verfluchten erfüllte sich für Regisseur Roger Corman ein langgehegter Wunsch: Die Verfilmung von Edgar Allan Poes „Der Untergang des Hauses Usher“. Ob tatsächlich ein Familienfluch existiert, der die Nachkommen des Hauses Usher schicksalhaft an ihren Stammsitz bindet und sie in den Wahnsinn treibt, oder es sich bei Roderick Usher einfach nur um einen Neurotiker und Psychosomatiker erster Güteklasse handelt, lässt der Film bis zum Schluss offen. Vincent Price gelingt es, diesen krankhaft überempfindlichen und nervösen Aristokraten als durch und durch tragische Figur zu zeigen, die fest von der Unausweichlichkeit ihres grausamen Schicksals überzeugt ist. Gelähmt vor Angst, gebeugt vor Gram und verletzlich wie nie: Kein ironisches Augenzwinkern, kein für Price so typisches Overacting mildern die Ernsthaftigkeit dieser Darstellung.

Natürlich sorgt Die Verfluchten trotz seiner düsteren Thematik eher für eine wohlige Gänsehaut als für blankes Entsetzen. Dennoch ist der Film weit mehr als nur aufgewärmter Gothic Horror – durch seine expressive Bild- und Farbsprache gelingt es ihm, die Atmosphäre des Originals kraftvoll auf die Leinwand zu bannen und dabei trotz aller inhaltlichen Freiheit ganz an der alptraumhaften Atmosphäre des literarischen Vorbilds zu bleiben. (Catherin)

2. Das Schreckenskabinett des Dr. Phibes (1971)

In Das Schreckenskabinet des Dr. Phibes spielt Vincent Price den ominösen Arzt Anton Phibes. Bei einem Unfall schwer entstellt macht sich Phibes auf, seine verstorbene Frau Victoria zu rächen. Er plant das medizinische Personal zu bestrafen, von dem er glaubt, dass es versagt hat, ihr Leben zu retten. So macht sich Phibes daran, eine aufwändige Serie von Rachemorden zu konstruieren, die auf den biblischen Plagen Ägyptens basieren.

Dieser britische Horrorfilm aus dem Hause MGM ist der klassische Abgesang auf die bildgewaltigen Filme der traditionsreichen Hammer Studios und vereint puren Horror mit selbstironischem Galgenhumor. Price brilliert in der Rolle des mordlustigen, von Rache getrieben Arztes und schafft es sich auch noch im späten Alter wieder einmal selbst zu übertrumpfen. Dank einer Vielzahl hochkarätiger britischer Schauspieler, absolut schrecklichen Witzen, strahlendem 20er-Jahre-Kitsch sowie einem geschickten Umgang mit romantischer Musik und genussvollen Todesszenen ist mit Sicherheit für jeden etwas dabei. (Jörg)

1. Satanas – Das Schloss der blutigen Bestie (1964)

Satanas – Das Schloss der blutigen Bestie kombiniert Poes Erzählungen „Die Maske des Roten Todes“ von 1842 und „Hopp-Frosch“ von 1849. Während auf „Die Maske des Roten Todes“ die Rahmenhandlung rund um Prinz Prospero und seine Gefolgschaft beruht, die sich vor einer Seuche in Prosperos Schloss in Sicherheit bringen wollen, wird „Hopp-Frosch“ als kleiner Nebenstrang um einen verkrüppelten und kleinwüchsigen Hofnarren und eine ebenfalls kleinwüchsige Tänzerin eingefügt. Der in dieser Erzählung für seinen grausamen Humor bekannte, namenlose König verschmilzt bei Cormans Verfilmung mit Prinz Prospero.

Roger Corman kreiert rund um den von Vincent Price verkörperten Prinz Prospero einen dekadenten, verdorbenen und Satan anbetenden Hof, der im Kontrast zur tristen Welt außerhalb der schützenden Mauern in opulenten Farben erblüht. Über sein Land herrscht Prospero gnadenlos und ohne Empathie für seine Untergebenen. Der rote Tod fordert außerhalb der Mauern immer mehr Todesopfer, doch Prospero und seine Anhänger wähnen sich in trügerischer Sicherheit.

Die Rolle des Prinzen Prospero wirkt wie maßgeschneidert für Vincent Price. Der Schauspieler kann hier als grausamer und exzentrischer Tyrann inmitten eines vor Dekadenz überbordenden Hofes brillieren. Mit nihilistischem Sadismus und satanischer Souveränität herrscht er über Untertanen wie Gefolgschaft zugleich und liefert dabei eine der besten Leistungen seiner Karriere ab. (Florian)


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