13 Alien-Horrorfilme, die ihr gesehen haben solltet

Aliens

8. Slither (2006)

James Gunns Slither kann mit „glitschig“ übersetzt werden und das trifft den Tenor zu hundert Prozent: der Film ist von vorne bis hinten schleimig und eklig. Wie bei vielen tollen Filmen ist auch hier die Story recht simpel: ein außerirdisches Wesen gelangt auf die Erde und infiziert im Prinzip Mensch und Tier mit sich selbst, so dass ein riesiger Organismus entsteht und eine Gruppe von Stadtbewohnern stellt sich dem entgegen.

Die Darsteller sind fast durchgehend gut besetzt, besonders hervorzuheben sind hier Nathan Fillion (Firefly), Michael Rooker (Henry: Portrait of a Serial Killer) und Gregg Henry (The Belko Experiment), denen man förmlich anmerkt, wie viel Spaß sie beim Dreh gehabt haben müssen. Der Humor ist rabenschwarz und bei den tollen und zum Großteil handgemachten Effekten wird auch aus dem Vollen geschöpft: da schwellen Menschen zu einer grotesken Größe heran, explodieren oder verschmelzen zu einem Klumpen. Es macht immer wieder Spaß Slither zu schauen, denn der Film sticht aufgrund seines durchgehend gelungenen humoristischen und sarkastischen Einschlag und den skurrilen Ideen aus der breiten Masse der Horror-Veröffentlichungen hervor, hier macht sich Gunns Herkunft von Troma deutlich bemerkbar.

7. Die Nacht der Creeps (1986)

Die Nacht der Creeps beginnt mit einer wundervollen Szene auf einem Alien-Raumschiff, welche damit endet, dass ein College-Student in den 50ern von außerirdischen Parasiten befallen wird. Glück gehabt, dass dieser eingefroren wird. Blöd gelaufen, dass rund 30 Jahre später die zwei Studenten Chris und James ihn durch einen Streich wieder entfrosten.

Das Werk von Fred Dekker ist Hommage an die 50er-Alien-Sci-Fi-Horrorfilme und Blaupause für nachfolgende Alien-Horror-Komödien zugleich. Wer seine Protagonisten Chris Romero, James Carpenter Hooper und Cynthia Cronenberg nennt, will definitiv nichts anderes als dem Genre huldigen und dementsprechend ist Die Nacht der Creeps auch eine einzige Spaßgranate mit unzähligen Verweisen auf das Genre.

Der Film ist jedoch nicht nur eine Aneinanderreihung von Zitaten, sondern in erster Linie eine irre lustige Angelegenheit bei der die Lachmuskeln kaum Gelegenheit bekommen sich auszuruhen. In einer wahnsinnigen Geschwindigkeit werden hier die Witze rausgehauen und verfehlen zudem selten ihr Ziel. Ich empfehle für einen vergnüglichen Alien-Abend ein Double-Feature mit Slither.

6. Planet der Vampire (1965)

Der Film könnte genauso gut als Sci-Fi-Horror-Trash untergehen. Die Pappkulissen wirken zu keinem Zeitpunkt echt, die Effekte schwanken zwischen ganz ok und grauenhaft, die Dialoge sind fürchterlich und die Schauspieler tun ihr bestes, dies auf keinen Fall zu verbessern. Man könnte also vielleicht meinen mit Planet der Vampire hätte man eine weitere Trashgranate im Stile von Ed Woods Planet 9 From Outer Space vor sich. Dies wäre wohl ziemlich sicher der Fall gewesen, wenn da eine Person nicht wäre: Mario Bava.

Das italienische Mastermind zeigt hier wieder einmal seine Klasse und erschafft trotz widriger Umstände phantastische Bilder und eine wundervolle Atmosphäre.
Bava hat davor schon den Giallo mit Das Mädchen, das zuviel wusste und Blutige Seide maßgeblich geprägt, diesen später mit Im Blutrausch des Satans schon in Richtung Slasher weiterentwickelt und konnte mit diesem Film hier O’Bannons und Scotts Alien maßgeblich beeinflussen.
Mario Bavas Planet der Vampire darf daher in keiner Alien-Liste fehlen.

5. Sie leben (1988)

Sie leben von John Carpenter ist eine wahnwitzige Mischung aus Horror, Sci-Fi, Action, Thriller, Satire und Komödie mit einem arschcoolen Ex-Wrestlingprofi Roddy Piper als John Nada.

John Nada ist obdach- und auch arbeitslos und versucht sein Glück in Los Angeles, wo er allerdings auch nur auf Armut und volle Suppenküchen trifft. Als er eines Tages eine mysteriöse Übertragung sieht, die vor Alieninvasoren warnt, führen ihn Nachforschungen zu einer alten Kirche und speziellen Sonnenbrillen. Plötzlich erscheint die Welt in einem völlig anderen Licht.

John Carpenter gelang mit Sie leben ein herrlich unterhaltsamer Bastard aus spannendem 50er-Paranoia-Sci-Fi-Horror, 80er-Action und beißender Satire auf die Konsumgesellschaft. Waren in den 50er Jahren die außerirdischen Invasoren noch eine Metapher für die gefürchtete kommunistische Invasion, so überträgt Carpenter auf der Grundlage einer Kurzgeschichte aus den 60ern die Metapher auf den Konsumwahn.

OBEY! CONSUME! MARRY! REPRODUCE!

4. Die Körperfresser kommen (1978)

Immer mehr Menschen in San Francisco behaupten, dass ihre Angehörigen, die zwar äußerlich dieselben zu sein scheinen, dennoch völlig andere Personen sind. Gesundheitsinspektor Matthew Bennell (Donald Sutherland) und seine Freundin Elisabeth (Brooke Adams, The Dead Zone) gehen der Sache auf den Grund und stellen mit entsetzen fest, dass außerirdische Mikroorganismen die Menschen dupliziert haben…

Da der Sci-Fi-Invasionsfilm aus den 50ern voller logischer Schwächen und Fehler steckt, entschied sich Philip Kaufmann die Romanvorlage in den 70ern neu zu verfilmen, was ihm mit Bravour gelungen ist. Auch wenn die Geschichte dabei kaum verändert wurde, lässt sich dieses Szenario nahezu problemlos in jede Zeit übertragen, wie man ja an Abel Ferraras Body Snatchers und Robert Rodriguez‘ The Faculty auch sehen kann. Bei diesem Film ist das jedoch meisterlich in Szene gesetzt, denn alle sowohl vor und hinter der Kamera leisteten tolle Arbeit. Ganz zu schweigen von der grandiosen, alles wegblasenden Schlußszene. Lohnt sich!

DarkForest

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