Hitchcock in Wort und Bild – Drei Literaturempfehlungen

Hitchcock Leseempfehlungen

Über Alfred Hitchcock und seine Filme sind viele Bücher geschrieben worden. Heute wollen wir euch drei besonders lesenswerte Werke vorstellen.

„Mr. Hitchcock, wie haben Sie das gemacht?“ von François Truffaut

In DEM Werk über den Regisseur und seine Filme kommt er sogar selbst zu Wort. Für das Buch „Mr. Hitchcock, wie haben Sie das gemacht?“ hat der französische Regisseur, Schauspieler und Filmkritiker François Truffaut etwa 50 Stunden mit Hitch über dessen Filme geredet. Das Buch enthält alle Filme bis 1966, angefangen bei der Stummfilmzeit in England bis zu Der zerrissene Vorhang. Jedes dieser Werke des Thriller-Großmeisters wird hier seziert und kritisiert, wobei Sir Alfred auch nicht verschweigt, welche seiner Filme er mag und welche er ablehnt und generell sehr offen und ehrlich erzählt. Zahlreiche seiner Kameratricks und Special Effects werden erklärt, das Ganze wird garniert mit zig Anekdoten aus Hitchcocks bewegtem Filmschaffen. Das Buch ist extrem kurzweilig und lädt immer wieder dazu ein, über seine persönlichen Lieblingsfilme nachzulesen.

„Psycho. Hinter den Kulissen von Hitchcocks Kultthriller“ von Janet Leigh

Psycho ist wohl einer der berühmtesten Filme von Hitchcock und zahlreiche Mythen ranken sich um das Meisterwerk. Grund genug für die Hauptdarstellerin Janet Leigh, ein Buch mit dem Titel „Psycho. Hinter den Kulissen von Hitchcocks Kultthriller“ über ihre Erfahrungen beim Dreh dieses Filmes und der Arbeit mit dem Regisseur zu schreiben. Das Buch ist eine faszinierende Zeitreise in die 50er und 60er Jahre, aber im Mittelpunkt steht natürlich ihre Arbeit an Psycho. Die Schauspielerin gibt uns hier einen faszinierenden Einblick in die Arbeitsweise von Hitchcock, die Zusammenarbeit mit Anthony Perkins, immer wieder ergänzt mit interessanten Anekdoten aus ihrem Leben. Die positiven Nachwirkungen des Erfolgs von Psycho werden hier ebenso erwähnt wie die negativen. Das Buch ist sehr leichtfüßig und unterhaltsam geschrieben, so dass man den Ausführungen der Schauspielerin sehr gerne folgt und einiges Wissenswerte über Psycho lernt.

„Die Vögel. Der Filmklassiker von Alfred Hitchcock“ von Camille Paglia

Die Kulturwissenschaftlerin Camille Paglia widmete sich in ihrem Buch „Die Vögel. Der Filmklassiker von Alfred Hitchcock“ dem gleichnamigen Film und konzentrierte sich dabei auf die Rolle der Frauen, denn obwohl Rod Taylor die männliche, starke Hauptrolle spielt, ist der Film um einiges interessanter, wenn man die Beziehungen der Frauen untereinander betrachtet. Paglia analysiert Die Vögel Stück für Stück und deckt versteckte Botschaften von Hitchcock auf. Gelegentlich schießt die Autorin mit ihren Deutungen zwar etwas über das Ziel hinaus, aber man muss ihr hier ja nicht folgen. Das Buch wirft einen interessanten, neuen Blick auf Hitchcocks Tierhorror-Klassiker, Fans des Films werden definitiv ihren Spaß daran haben.

Andreas

Seit 40 Jahren erlebe ich den Horror dieser Welt. Kein Wunder, dass sich das auch auf meinen Filmgeschmack niederschlägt. Um das Klischee zu vervollständigen: ich mag Metal 🙂
Andreas

...und was meinst du?