Hai-Alarm auf Mallorca (2004) – kurz & schmerzhaft

Hai-Alarm auf Mallorca

Ein Film wie ein Konjunktiv: RTL hätte gerne einen saucoolen Action-Horrorfilm gemacht, Ralf Möller wäre gerne Arnold Schwarzenegger und der Film würde in vielen Filmsammlungen stehen, wäre er nicht so grottenschlecht. Man wünscht sich einen Eimer Sangria, um sich den Film erträglicher zu trinken oder sich direkt zu ertränken.

Originaltitel:
Land:
Laufzeit:
Regie:
Drehbuch:
Cast:

Hai-Alarm auf Mallorca
Deutschland
110 Minuten
Jorgo Papavassiliou
Jörg Alberts, Roland Heep, Frank Koopmann, Don Schubert
Ralf Moeller, Julia Stinshoff, Gregor Bloéb u.a.

Inhalt

Möller ist ein vom Schicksal geplagter, kerniger, professioneller Haikiller: Seine Frau wurde von einem Hai gefressen, seine Tochter ist ein nöliger Teenager und sein bester Freund hintergeht ihn auch noch. Als wäre das nicht schon Drama genug, muss Möller auf der Touristeninsel in deutscher Hand (zum Glück bleiben uns Bilder vom Ballermann und entsprechende Sänger erspart) einem urzeitlichen Riesenhai Herr werden. Katy Karrenbauer verplempert nebenbei ihr Talent als Mad Scientist und selbst Carsten Spengemann und Jeanette Biedermann haben ein kurzes Stelldichein.

kurz & schmerzhaft

Die Geschichte reiht Klischee an Klischee an Klischee, die schauspielerische Leistung von vielen Darstellern als hölzern zu beschreiben, wäre sogar noch ein Kompliment, und aufgrund der nicht vorhandenen Spannung ist der Kampf gegen den Schlaf von vornherein aussichtslos. Die Effekte wiederum sind ganz in Ordnung und der Film ist solide gemacht. Hai-Alarm auf Mallorca ist insgesamt eine krude Mischung aus Ein Schloss am Wörthersee und dem, was sich RTL unter einem zünftigen Actionfilm vorstellt.

Und viel mehr kann man über diesen Filmversuch nicht sagen. Dagegen ist Meg schon fast Hochkultur.

 

Gesamteindruck

Rating: 1 von 5

Bildquelle: Hai-Alarm auf Mallorca © RTL

Andreas

Seit 40 Jahren erlebe ich den Horror dieser Welt. Kein Wunder, dass sich das auch auf meinen Filmgeschmack niederschlägt. Um das Klischee zu vervollständigen: ich mag Metal 🙂
Andreas

...und was meinst du?