13 japanische Horrorfilme, die ihr gesehen haben solltet

Japanische Horrorfilme

Heute verschlägt es uns ins Land der aufgehenden Sonne, nach Japan. Wir in unserer Film-Schatzkiste gewühlt und 13 japanische Horrorfilme ausgegraben, die wir euch ans Herz legen möchten.

 


13. Vampire Hunter D: Bloodlust (2000)

Als die junge Charlotte von dem Vampir Baron Meier Link entführt wird, engagiert ihr vermögender Vater den Hybrid-Vampirjäger D. Dieser soll Charlotte entweder zurückzubringen oder töten, sollte sie bereits verwandelt sein. Zugleich beauftragt Charlottes Bruder eine Söldnergruppe, seine Schwester zu suchen. Sie machen sich auf die Suche, doch Charlotte wurde nicht entführt. Ihr Herz gehört Meier Link und ihre Flucht ist eine Antwort auf die Intoleranz, die einer solchen Liebe im Wege steht.

Vampire Hunter D: Bloodlust basiert auf der 1983 gestarteten Romanreihe von Hideyuki Kikuchi, die bis heute über 30 Romane hervorbrachte. Der hochwertig animierte Film ist ein faszinierender Mix aus gotischem Horror, Italo-Western und Endzeit-Fiktion, in dessen Welt man sich verlieren kann. Die düstere Atmosphäre wird noch zusätzlich von einem epischen orchestralen Soundtrack unterstrichen. Das Drehbuch verrät zwar gelegentlich Schwächen, die aber insgesamt mehr als wettgemacht werden, denn der Film unterhält insgesamt auf einem sehr hohen Level.

12. Godzilla (1954)

Die Geschichte von Godzilla ist schnell erzählt: ein durch Atombombentests aufgeschrecktes uraltes Seeungeheuer macht sich auf Schiffe zu zerstören, Küsten zu verwüsten und schlussendlich Tokio zu vernichten.

1953 ließen die US-Amerikaner in dem Monsterfilm Panik in New York einen riesigen Dinosaurier durch New York stampfen. Dies inspirierte Drehbuchautor und Regisseur Ishiro Honda dazu, ein Jahr später für das Toho Studio einen Monsterfilm zu erschaffen, der in die Geschichte eingehen sollte. Das Rhedosaurus-Modell in Panik in New York wurde von „Stop Motion“-Guru Ray Harryhausen zum Leben erweckt. In Godzilla hingegen schlüpften Haruo Nakajima und Katsumi Tezuka in ein Gummi-Kostüm, um Modellstädte zu verwüsten.

Nicht einmal zehn Jahre nach den Atombombenabwürfen über Hiroshima und Nagasaki ist Godzilla eine erstaunlich ernsthafte Auseinandersetzung mit der menschlichen Hybris. Davon abgesehen macht es vor allem Spaß Nakajima im Godzilla-Kostüm in stimmungsvollem Schwarz-Weiß durch detailreiche Stadt-Modelle stapfen zu sehen. Vollkommen zu Recht trägt er den Titel: König der Monster.

11. Perfect Blue (1997)

Mima Kirigoe ist die Leadsängerin der Teen J-Pop Gruppe CHAM. Als sie sich dazu entschließt, ihre Karriere als Sängerin zugunsten einer Schauspielkarriere zu beenden, weil sie für sich darin keine Zukunft sieht, wird sie von einigen Fans angefeindet. Sie erhält Drohbriefe und findet im Internet eine Plattform, auf der eine Person, die sich als sie ausgibt, Dinge über ihr Privatleben preisgibt. Schließlich wird sie bei den Dreharbeiten zu einer Krimiserie, wo sie eine kleine Nebenrolle spielt, beinahe das Opfer einer Briefbombe. Als ihre Rolle in der Serie ausgebaut wird, scheint es mit ihrer Karriere aufwärtszugehen. Doch – in ihrer TV-Rolle wird sie vergewaltigt, CHAM gelingt der Erfolg, der ihr mit der Band nicht vergönnt war, und zudem wird sie von einem ebenso geheimnisvollen wie gefährlichen Stalker verfolgt. Mima kann das nicht verarbeiten und ihr Leben gerät allmählich aus den Fugen.

Perfect Blue basiert auf einer Romanvorlage und sollte eigentlich als Spielfilm gedreht werden, ein Erdbeben zerstörte jedoch das Studio und so schrieb man den Film in einen Anime um. Glück im Unglück, ist Perfect Blue ein voller Erfolg geworden. Der Film kreuzt den italienischen Giallo mit dem britischen Suspense-Thriller, wie ihn Alfred Hitchcock schuf, und dem amerikanischen Slasher. Nicht nur die Gewaltspirale dreht sich in dem Film immer schneller, sondern auch die des psychischen Verfalls von Mima, die zusehends Realität und Einbildung nicht mehr auseinanderhalten kann. Dabei reflektiert der hochspannende Film über das Genre, die Film- und Musik-Industrie. Ein absolutes Highlight des Anime und des japanischen Horrorfilms.

10. Three… Extremes (2004)

Was hier aus dem ostasiatischen Raum kommt, ist atemberaubend. Brutal, fesselnd, illusorisch, surreal, bedrohlich, ironisch, grimmig, atmosphärisch – schlicht extrem guter Horror.

Von Fruit Chans „appetitanregender“ Geschichte über den Jugendwahn über Parks mit verspielter Kameraarbeit eingefangenem Ehedrama bis hin zu Miikes virtuos vertonten Schwesternhorror hat mich einfach alles absolut überzeugt.

So muss Episodenhorror. Besser als diese südostasiatische Koproduktion ist kaum möglich.

9. Kuroneko (1968)

Kaneto Shindō widmet sich vier Jahre nach Onibaba wieder dem Krieg abseits der Schlachtfelder. Es sind nicht die Grausamkeiten während des Krieges, die Shindō beschäftigen, sondern jene die daraus erwachsen.

Der Film handelt von einer Frau und ihrer Schwiegertochter, die während eines japanischen Bürgerkrieges von Samurais vergewaltigt und getötet werden. Doch die beiden schließen einen Pakt mit einem Bakeneko, einem Katzengeist, und kehren als Geister zurück. Am Rashomon-Tor lauert die Schwiegertochter nachts auf Samurai, um sie im angrenzenden Wald zu verführen und zu ermorden. In der Zwischenzeit wird der Sohn und Ehemann, inzwischen selbst zum Samurai aufgestiegen, damit beauftragt, die mysteriösen Geister aufzuspüren und zu töten. Der Beginn einer tragischen Geistergeschichte.

Kuroneko ist spannend erzählt und verknüpft gekonnt Horror und Liebesdrama mit einer pointierten Gesellschaftskritik. Shindō erzeugt in dem in Schwarz-Weiß gehaltenen Film wundervoll ausdrucksstarke und düstere Bilder, die mich zugleich erschaudern und verzücken. Ein Meisterwerk des japanischen Horror-Kinos.

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Ich habe unzählige Namen und erscheine in vielen Gestalten. Hier kennt man mich als Dark Forest und ich bin euer Gastgeber. Ich führe euch durch die verwickelten Bauten, düsteren Wälder und verfallenen Ruinen. Immer mir nach!
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