The Pool (2018) – Review

In The Pool setzt uns Regisseur Ping Lumpraploeng in einem leeren Swimmingpool aus und verschärft die Situation mit der Anwesenheit eines gefräßigen Krokodils. Wir klettern für euch in das entleerte Becken!

Originaltitel:
Land:
Laufzeit:
Regie:
Drehbuch:
Cast:
VÖ:

The Pool
Thailand
91 Minuten
Ping Lumpraploeng
Ping Lumpraploeng
Theeradej Wongpuapan, Ratnamon Ratchiratham u.a.
Ab 17.01.2020 im Handel

Inhalt

Day arbeitet gemeinsam mit einem Filmteam an einem Werbespot. Dieser soll in einem stillgelegten Schwimmbad gedreht werden. Nach getaner Arbeit entspannt der junge Mann noch ein paar Stündchen auf einer Luftmatratze und treibt durch das Becken. Als er wieder aufwacht, ist der Pool bereits halb leer. Das Filmteam ist längst abgereist, der Beckenrand nicht mehr erreichbar. Als plötzlich noch ein Krokodil auftaucht, spitzt sich die Situation zu…

Kritik

Vom australischen Rogue über die Lake-Placid-Reihe bis hin zum kürzlich von Alexandre Aja auf Leinwand gebannten Crawl: In den vergangenen Jahren erreichten den hiesigen Horrorfan so einige Kroko-Horror-Streifen. Auch in The Pool von Ping Lumpraploeng, der sowohl für das Drehbuch als auch für die Regie verantwortlich zeichnet, bekommen wir es wieder mit einer dieser gefräßigen Kreaturen zu tun. The Pool bedient sich dabei allerdings einer neuen, frischen Prämisse, indem er seine beiden Protagonisten in einem metertiefen Pool aussetzt, aus dem ein Entkommen vorerst unmöglich scheint.

Es ist natürlich schwer eine Geschichte für voll zu nehmen, deren Protagonisten sich so realitätsfremd verhalten, dass man ihnen am liebsten höchstpersönlich das Krokodil auf den Hals hetzen möchte. Wenn man sich irgendwann damit abgefunden hat, dass es sich bei den Charakteren nicht nur um die größten Pechvögel auf Erden handelt, sondern sie obendrein auch nicht die hellsten Kerzen auf der Torte zu sein scheinen, kann man The Pool einen gewissen Unterhaltungswert nicht absprechen. Das Setting ist erfrischend, wirkt durchaus bedrohlich und sorgt dafür, dass der thailändische Tierhorror zumindest stellenweise für Spannung sorgen kann. Die beiden Hauptdarsteller leisten solide Arbeit, kämpfen wacker gegen die Drehbuchschwächen an und schaffen es sogar, hin und wieder ein wenig Mitleid zu erwecken.

Das Krokodil, sowohl optisch als auch in seinen Bewegungen bestenfalls durchschnittlich inszeniert, funktioniert zwar als zusätzliche Gefahrenquelle, geht aufgrund der ohnehin lebensbedrohlichen Gefangenschaft im Pool aber absolut unter. Zwar scheint es ausgesprochen unangenehm mit einem wilden, gefährlichen Tier in einem Swimmingpool gefangen zu sein, über weite Strecken leben und leiden aber sowohl die Betroffenen als auch das Tier einfach nur nebeneinander her. Kleinere Konflikte, ausgelöst durch unüberlegte Dummheiten des Protagonisten, flackern zwar immer mal wieder auf, erledigen sich aber ebenso schnell wieder, wie sie aufgetaucht sind.

Fazit

Wer mit mittelprächtiger Animal-Horror-Unterhaltung leben und sowohl in der Logik als auch bei den semi-professionellen CGI-Animationen des Tieres Abstriche hinnehmen kann, der wird in The Pool zumindest eine seichte Abendunterhaltung finden. Insgesamt mangelt es The Pool aber leider an Schauwerten, um die gelegentlich auftretende Leerläufe angemessen zu überbrücken und dafür zu sorgen, dass der Kroko-Horror noch öfter im Player landen könnte. Nichtsdestotrotz kann man mit dem tierischen Genrebeitrag durchaus ein paar freie Stunden der Langeweile überbrücken. Freunde, Bierchen, Kopf aus und ab dafür!

Bewertung

GrauenRating: 2 von 5
SpannungRating: 3 von 5
HärteRating: 2 von 5
Unterhaltung rating3_5
AnspruchRating: 1 von 5
GesamtwertungRating: 3 von 5

Ab 17.01.2020 im Handel:

Bildquelle: The Pool © Busch Media Group

Jan Ott

...und was meinst du?