68 Kill (2017) – kurz & schmerzhaft

68 Kill

Groß geworden bei Troma (Toxic Avenger), in der Schmiede des schlechten Geschmacks, kehrt Trent Haaga mit 68 Kill genau dorthin zurück und liefert einen komplett überdrehten Thriller mit einer guten Portion Wahnsinn.

Originaltitel:
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Laufzeit:
Regie:
Drehbuch:
Cast:
Vorlage:

68 Kill
USA
93 Minuten
Trent Haaga
Trent Haaga
Matthew Gray Gubler, AnnaLynne McCord u.a.
Roman „68 Kill“ von Bryan Smith

Inhalt

Basierend auf dem gleichnamigen Roman von Bryan Smith dreht sich in 68 Kill alles um den gutherzigen Chip Taylor (Matthew Gray Gubler, Suburban Gothic), der einfach nicht Nein sagen kann – schon gar nicht zu seiner bildhübschen, aber auch leicht psychotischen Freundin Liza (AnnaLynne McCord, Excision). Das geht so weit, dass er sich sogar überreden lässt, zusammen mit Liza deren Sugar Daddy zu überfallen, um sich um 68.000 US-Dollar zu bereichern. Ab hier nimmt der Wahnsinn seinen Lauf…

kurz & schmerzhaft

68 Kill nimmt uns mit auf eine herrlich verrückte Reise, die uns von einer wahnwitzigen Sehenswürdigkeit zur nächsten führt. Es ist glücklicherweise auch zu keinem Zeitpunkt absehbar wohin die Reise gehen wird, denn der Streifen schlägt Volten, dass es eine Freude ist und lässt zu keiner Sekunde Langeweile aufkommen. Die Gewalt ist komplett überspitzt und die Charaktere sind herrlich schräg. Vor allem der lustvoll aufspielende Cast weiß zu gefallen. Neben Gubler und McCord sind das vor allem Alisha Boe als zwielichtige Geisel, Sam Eidson als Blaupause für perverse Serienkiller und Sheila Vand (A Girl Walks Home Alone at Night) als White-Trash-Goth-Bitch.

68 Kill ist eine wundervoll schwarzhumorige Thriller-Groteske, die vor allem mit ihrem Wahnwitz und dem großartigen Cast überzeugen kann.

 

Gesamteindruck

Rating: 4 von 5

Bildquelle: 68 Kill © MFA+ Filmdistribution

Florian Halbeisen

Horrorfilme sind für mich ein Tor zu den unheimlichen, verstaubten Dachböden und finsteren, schmutzigen Kellern der menschlichen Seele. Hier trifft man alles von der Gesellschaft abgeschobene, unerwünschte, geächtete, begrabene: Tod, Schmerz, Angst, Verlust, Gewalt, Fetische, Obsession. Es ist eine Entdeckungsreise auf die "Schutthalde der Zivilisation".
Auf diese Reise würde ich euch gerne mitnehmen.
Florian Halbeisen

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