Junkie (2012) – Review

Mit Junkie beschert uns Adam Mason eine bitterböse Komödie, deren schwarzer Humor wohl nicht jedermann zum Lachen bringen wird. Knallharte Sprüche, blutige Gewalteinlagen und ein fantastisch agierender Robert Lasardo machen Junkie zu einem bösen und zugleich köstlichen Vergnügen.

Originaltitel:
Land:
Laufzeit:
Regie:
Drehbuch:

Junkie
USA
84 Minuten
Adam Mason
Simon Boyes, Adam Mason

Die Beziehung gescheitert und das eigene Leben nicht mehr im Griff. Danny hat die Schnauze voll und beschließt der Drogensucht von nun an den Rücken zu kehren. Entschlossen und zum Entzug bereit, möchte der Süchtige die Nadel von nun an aus seinem Leben verbannen. Wäre da nicht sein durchgeknallter Bruder Nicki, der ihm dieses Vorhaben nicht gerade erleichtert. Schafft es Danny sich den Drogen und vor allem auch seinem Bruder zu entziehen…?

Eine interessante Herangehensweise

Junkie greift ein Thema auf, welches schon etliche Vertreter vor ihm taten. Was genau macht ihn dann so sehenswert? Eine Frage, die sich im Vorfeld stellt und im Laufe des Filmes schnell beantwortet wird. Mason (Hangman) betrachtet das Thema „Drogensucht“, in seiner rabenschwarzen Komödie, aus einem ganz bestimmten Blickwinkel, der uns die psychischen Gedanken des drogensüchtigen Danny auf ganz besondere Art und Weise näher zu bringen versucht. Diese Herangehensweise, die ich an dieser Stelle gar nicht genauer durchleuchten möchte, gepaart mit bitterbösen humoristischen Einlagen, die nur all zu selten ins Plumpe abrutschen, machen Junkie zu einem atmosphärischen, urkomischen Höllentrip. Die Darstellerleistungen sind nahezu fantastisch. Gerade Robert LaSardo (Death Race), der so gesehen die Rolle des bösen Teufelchens auf Dannys Schulter einnimmt, besticht durch seine durchgeknallte und witzige Art und weiß mit seinem schlagfertigen und nahezu irren Auftreten komplett zu überzeugen. Trotz seines durchweg komischen Verlaufs steuert die Geschichte in ihren letzten Momenten noch einmal eine ernste Phase an und erklärt uns hier genau, worauf sie eigentlich hinaus möchte.

Junkie ist ein nicht jugendfreier, bitter-süßer Spaß, der vor allem aufgrund seiner Darsteller für eine ordentliche Portion Unterhaltung sorgen wird. Stilistisch wird euch die schwarze Komödie unvermeidlich an einen ganz bestimmten Film erinnern, was ihm aber keine Sekunde schlecht zu Gesicht steht und aufgrund der Themenwahl auch keinem billigen Abklatsch gleichkommt. Aber nun genug gesagt – wer Lust auf eine humorvolle Filmeinlage der ganz besonderen Art hat, die dazu noch mit einem ordentlichen Gewaltgrad daher kommt, der wird mit Junkie sicherlich seine Freude haben. Auch wenn er zwischendurch dazu neigt, etwas stumpf zu werden, schafft er es trotzdem, ein breites Grinsen ins Gesicht zu zaubern.

Bewertung

SpannungRating: 2 von 5
AtmosphäreRating: 3 von 5
Gewalt Rating: 2 von 5
Ekel Rating: 1 von 5
Story Rating: 3 von 5

Bildquelle: Junkie © Mad Dimension

Jan Ott

3 Kommentare

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    Hallo
    Mit Abstand eines der nervigsten Over Acting Kammerspiele der Neuzeit. Billig, überdreht und ohne Überraschungen und Pointen.

    Beste Grüsse und immer weiter so.

    zult

    • Terror-Floh

      Hey zult,
      zum Film kann ich leider nichts sagen, vielleicht äußert sich JanOuh dazu ja noch, aber dafür habe ich mal einen Blick auf deinen Blog geworfen. Schöne Sache 🙂

      Liebe Grüße
      Floh

    • JanOuh

      Hallo Zult,

      Danke für dein Feedback! Interessant zu sehen, wie unterschiedlich die Auffassung doch ausfallen kann. Das Overacting, gerade von LaSardo, hat mir persönlich hervorragend gefallen und stand ihm, zumindest meiner Ansicht nach, sehr gut zu Gesicht. Das Ganze wirkte amüsant überdreht und hat ein ungemein humoristisches Flair versprüht.

      Danke für die Worte! 🙂

      Liebe Grüße

      JanOuh

...und was meinst du?