13 skandinavische Horrorfilme, die ihr gesehen haben solltet

3. Nightwatch (1994, Dänemark)

Der Student Martin übernimmt eine Stelle als Nachtwächter in der Pathologie eines Krankenhauses in Kopenhagen. In der Stadt geht derweil ein Nuttenmörder um, dessen Opfer an Martins neuen Arbeitsplatz abgeliefert werden. Bald geschehen dort seltsame Dinge. Aufgrund einer missglückten Wette hält man ihn schließlich sogar für den Mörder.

Dieser in allen Punkten gelungene Film war einer der Überraschungserfolge der 90er: top Story, dichte Atmosphäre, gute Schockmomente, extreme Spannung und eine ordentliche Portion sarkastischen Humor. Ein wirklich genialer Psycho-Thriller, der über die gesamte Spieldauer überzeugt und schon längst Kultstatus erreicht hat. Bitte nicht verwechseln mit dem US-Remake Freeze – Alptraum Nachtwache, was zwar auch von Ole Bornedal gedreht wurde, jedoch weitaus zahmer daherkommt. Greift zum dänischen Original!

2. Der Fuhrmann des Todes (1921, Schweden)

In einer Silvesternacht zur Jahrhundertwende: Die junge Heilsarmee-Schwester Edit bittet auf ihrem Totenbett um einen letzten Besuch von David Holm (Regisseur und Drehbuchautor Victor Sjöström). Dieser, Familienvater, Alkoholiker und Taugenichts, hatte ihr vor einem Jahr den Besuch versprochen, als er sie besuchte. Er war es auch, der ihr die Tuberkulose ins Haus brachte, an der sie sterben wird. Und er ist es, der seinen Saufkumpanen von der Legende des Fuhrmanns des Todes erzählt. Dieser Fuhrmann ist der letzte, der in der Silvesternacht stirbt, um daraufhin ein Jahr lang die Seelen der Verstorbenen zu holen. David gerät in Streit mit seinen Kumpanen, wird tödlich verletzt und stirbt in der letzten Sekunde der Silvesternacht. Kurz darauf erscheint der Fuhrmann – um David sein Versagen vor Augen zu führen.

Victor Sjöström drehte dieses Meisterwerk 1921 nach der gleichnamigen Vorlage von Selma Lagerlöf. Das fantastische Element ist zwar stets präsent, allerdings widmet sich der Film vorrangig seinen Charakteren, zudem bietet er einen Einblick in die damaligen Lebensumstände. Die dramatische Geschichte ist komplex und weiß auch heute noch zu fesseln, die Charaktere sind ebenso gut ausgearbeitet wie gespielt. Der Film arbeitet mit für damalige Zeiten sehr aufwendigen Effekten, die eine geisterhafte Atmosphäre wecken, die auch heute noch wirkt. Er gilt bis heute als der beste schwedische Film, der sogar Regie-Legenden wie Ingmar Bergman und Stanley Kubrick maßgeblich beeinflusste.
Es existieren mehrere Fassungen, wobei die KTL-Edition empfehlenswert ist, die einen wunderbaren, neuen Filmscore bietet.

1. So finster die Nacht (2008, Schweden)

Das schwedische Horror-Drama So finster die Nacht kann man aufgrund seiner Erzählweise fast als altmodisch bezeichnen, wenn man ihn mit anderen modernen Filmen vergleicht – die Handlung entwickelt sich langsam, es wird Wert auf eine solide Charakterentwicklung gelegt, die Gewalt oft nur angedeutet.

Erzählt wird die Geschichte von Oskar, einem vernachlässigten und wenig selbstbewussten Jungen und der gelinde gesagt ziemlich ungewöhnlichen Eli. Das Mädchen umgibt ein düsteres Geheimnis, das wir hier an dieser Stelle – und wie auch im Film – nicht lüften wollen. Der Film ist generell total unterkühlt, nur zum Schluss strahlt die Sonne – was man als Oskars Erwachsenwerden deuten kann.

Somit haben wir hier auch einen meisterhaft inszenierten Coming-of-Age-Film, der jede Sekunde sehenswert ist.


Das war es auch schon von uns. Seid ihr zufrieden mit der Liste? Was muss raus und wie würde eure Liste aussehen?

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Seid gegrüßt,
Ich habe unzählige Namen und erscheine in vielen Gestalten. Hier kennt man mich als Dark Forest und ich bin euer Gastgeber. Ich führe euch durch die verwickelten Bauten, düsteren Wälder und verfallenen Ruinen. Immer mir nach!
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