Skinless (2013) – Review

Skinless

Dirt ’n Dust Films präsentiert uns mit Dustin Mills Skinless einen Amateur-Splatter, der zumindest aufgrund seiner Effekte durchaus sehenswert ist.

Originaltitel:
Land:
Laufzeit:
Regie:
Drehbuch:
Cast:

Skinless
USA
80 Minuten
Dustin Mills
Dustin Mills, Brandon Salkil
Allison Egan, Dustin Mills, Brandon Salkil u.a.

Der Onkologe Dr. Peter Peele (Brandon Salkil) extrahiert in einer Operation ein Enzym aus einem seltenen Parasiten, um Krebs zu heilen. Als er sich einem Selbstversuch unterzieht, glaubt er, sein eigenes Melanom geheilt zu haben, und ruft aufgeregt seinen Geldgeber an. Aber bald wird die Feier zu einer blutigen Angelegenheit. Dr. Peele hat kein Heilmittel gefunden, aber ein Monster in sich selbst freigesetzt, welches nach Blut giert …

Skinless erinnert mich auf effekttechnischer Ebene an die Frühwerke von Andreas Schnaas, wobei die Spezialeffekte zwar als solche zu erkennen sind, dennoch aber handwerklich solide gemacht und teilweise recht schön anzusehen sind. Der Film vereint alle Merkmale eines durchschnittlichen Amateurfilms: schlechte Schauspielerei, skurril klingende Namen und ein einziges Set mit maximal zwei Räumen. Allerdings fühlt sich dieses Amateurhafte alles auch gewollt an. Skinless möchte nicht mehr sein, als er ist: eine amateurhafte Direct-to-Video Produktion. Dustin Mills hat eine Handvoll Filme praktisch ohne Budget gedreht und es deutet alles darauf hin, dass er diese Sparte des Genres gut beherrscht.

Skinless hat dabei einen trashigeren Look und sieht billiger aus, als er es mit einem Budget von geschätzten 10.000 US-Dollar ist. Aber mit vier Schauspielern, einer Zwei-Kamera-Aufstellung und viel rotem Farbstoff stellt Mills eine seltsame Vertrautheit her, welche blutig und manchmal echt witzig ist. Daher wird der Film sicher auch in Deutschland sein Publikum finden.

Mills behandelt sein Material wie einen ernsthaften Horrorfilm, was der Film jedoch nicht ist. Die Spezialeffekte bestehen aus reichlich rotem Maissirup und gesteuerten Puppen, welche nicht wirklich realistisch aussehen oder geschmeidig funktionieren, dennoch aber von einem gewissen Einfallsreichtum zeugen. Allerdings ist die Geschichte auch gut durchkonstruiert. Was äußerst negativ auffällt, ist der Sound von Skinless: Der Klang der Dialoge wirkt ermüdend und dumpf und die Musik ist ein guter Grund dafür, den Film vorzeitig abzubrechen. Andererseits gibt es jedoch auch deutlich schlechtere Filme mit einem wesentlich höheren Budget. Skinless geht nicht über seine offensichtlichen Einflüsse von Meistern des Genres, wie z.B. David Cronenberg (Die Fliege), Stuart Gordon (Re-Animator) und Andreas Schnaas (Violent Shit) hinaus, denn etwas wirklich begeisterndes oder gar innovatives hat der Film nicht zu bieten.

 

Bewertung

SpannungRating: 2 von 5
AtmosphäreRating: 3 von 5
Gewalt Rating: 3 von 5
Ekel rating3_5
Story Rating: 3 von 5

Bildquelle: Skinless © Dirt ’n Dust Films

Thomas Ortlepp

Thomas Ortlepp

Horrorfilme sind für mich das einzige sinnvolle Ventil, um Frust und Aggressionen abzubauen – wenn sie gut gemacht sind. Andernfalls verhält es sich genau umgekehrt: Wenn sie schlecht sind, werde ich zum Hulk!
Thomas Ortlepp

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