13 japanische Horrorfilme, die ihr gesehen haben solltet

Japanische Horrorfilme

3. Kwaidan (1964)

Kwaidan von Masaki Kobayashi (Harakiri) wurde nicht nur in Cannes mit dem Spezialpreis der Jury ausgezeichnet, sondern auch bei den Oscars als bester ausländischer Film nominiert – und dies vollkommen zu Recht.

Der Film erzählt in wundervollen, surrealistisch angehauchten Bildern für Geschichten.
„Kurokami“ (Das schwarze Haar): Ein armer Samurai verlässt seine Frau, um der Armut zu entkommen. Als er nach vielen Jahren zurückkehrt, scheint seine Frau um nichts gealtert. Doch der Schein trügt.
„Yukionna“ (Die Schneefrau): Ein junger Holzfäller wird in einer verschneiten Nacht von einer weiblichen Gestalt heimgesucht, die seinen Freund sofort tötet, ihn aber am Leben lässt. Unter einer Bedingung: er darf niemandem je von dieser Nacht erzählen.
„Miminashi Hōichi no Hanashi“ (Die Geschichte vom ohrlosen Hōichi): Der buddhistische Mönch Hōichi ist bekannt für seine wundervollen Gesänge von der Geschichte der Heikes, eines alten japanischen Klans. Eine Stimme führt ihn Nacht für Nacht in eine große Halle mit vielen Gästen, wo er seine Lieder darbringen soll. Doch entspricht dies nicht ganz der Realität.
„Chawan no Naka“ (In einer Schale Tee): Ein Krieger sieht eines Tages ein Gesicht in seiner Teetasse. Wenig später erscheint ihm der Geist zu dem dieses Gesicht gehört, welchen der Krieger mit seinem Schwert verletzt – mit verhängnisvollen Folgen.

Kwaidan ist mit einer Laufzeit von über drei Stunden sicher nichts was man kurz mal nebenbei schaut. Zudem könnte das Alter und die japanische Mythologie auf welcher der Film basiert so manchen abschrecken. Nichtsdestotrotz möchte ich allen, die etwas Sitzfleisch mitbringen und sich gerne von ruhigen Schauermärchen verzaubern lassen diesen Film ans Herz legen. Kobayashi entfesselt hier einen wahrlich traumhaften Bilderrausch, dem ich mich gerne noch weitere drei Stunden hingegeben habe. Nie wurde ich schöner gegruselt als im phantasmagorischen Wunderwerk Kwaidan.

2. Audition (1999)

Aoyama, ein alleinerziehender Vater, sucht auf Bitten seines Sohnes eine neue Liebe. Ein Freund von ihm hat die geistreiche Idee, die Damensuche als Vorsprechen für einen fiktiven Film zu tarnen. Nach unzähligen Vorstellungen findet Aoyama die perfekte Frau, die auf den Namen Asami hört und beide verlieben sich nach einiger Zeit ineinander. Was er nicht weiß? Asami verbirgt ein tödliches Geheimnis.

Die Adaption des Romans von Ryū Murakami geht auf das Konto von Takashi Miike, der bekannte Genrefilme wie Ichi – The Killer, Visitor Q oder Lesson of Evil erschaffen hat. Mit  Audition liefert er einen bitterbösen psychologischen Horrorfilm ab, der mit einer der kaltblütigsten Killerinnen überhaupt punkten kann.

In der ersten Hälfte des Filmes werden in einer sehr ruhigen Erzählweise die Charaktere sorgfältig eingeführt, was für manche schon fast zu langweilig werden könnte. In der zweiten Hälfte schlägt der Film aber urplötzlich in eine ganz andere Gemütslage um und entfaltet sein volles Potenzial. Der Betrachter des Streifens wird in die dunkle Welt Asamis geworfen und findet sich plötzlich in einem psychologischen Horrorfilm wieder. Die Spannung steigt bis zum Finale kontinuierlich an und Eihi Shiina, die Asami verkörpert, blüht in ihrer erschreckend realistischen Darstellung total auf. Freunden des hinterlistigen Terrorkinos sei dieser Film unbedingt ans Herz gelegt.

1. Onibaba (1964)

Onibaba ist ein japanisches Horror-Kriegs-Drama und dreht sich um eine Frau und ihre Schwiegertochter, die alleine ohne ihre Männer während eines Bürgerkrieges im Japan des 14. Jahrhunderts zu überleben versuchen. Ihren Unterhalt sichern sie mit Raubmorden an verletzten und ahnungslosen Samurais, deren Ausrüstung sie dann verkaufen.

Dies ändert sich jedoch als ihr Nachbar Hachi aus dem Bürgerkrieg heimkehrt und vom Tod des Sohnes/Ehemannes berichtet. Hachi wirft sobald ein Auge auf die junge Frau, was diese zu erwidern scheint. Die Schwiegermutter sieht dem Treiben der beiden jedoch mit Sorge zu und bangt um ihre Komplizin bei den Raubmorden. Mit Hilfe einer Dämonenmaske, die sie einem Samurai raubte, plant sie beide zu trennen.

Onibaba ist eine frühe Perle des japanischen Horrorkinos und vereint mythologische Themen mit einer künstlerischen Inszenierung und Horrorelementen. Die Geschichte basierend auf einer japanischen Legende zeigt ein feudalistisches Japan und spinnt eine menschliche Tragödie zwischen zwei Frauen rund um Lust, Eifersucht und Verrat. Absolute Empfehlung!


Das war es auch schon von uns. Seid ihr zufrieden mit der Liste? Was muss raus und wie würde eure Liste aussehen?

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Ich habe unzählige Namen und erscheine in vielen Gestalten. Hier kennt man mich als Dark Forest und ich bin euer Gastgeber. Ich führe euch durch die verwickelten Bauten, düsteren Wälder und verfallenen Ruinen. Immer mir nach!
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