13 Horror-Episodenfilme, die ihr gesehen haben solltet

3. Three… Extremes (2004)

Was hier aus dem ostasiatischen Raum kommt, ist atemberaubend. Brutal, fesselnd, illusorisch, surreal, bedrohlich, ironisch, grimmig, atmosphärisch – schlicht extrem guter Horror.

Von Fruit Chans „appetitanregender“ Geschichte über den Jugendwahn über Parks mit verspielter Kameraarbeit eingefangenem Ehedrama bis hin zu Miikes virtuos vertonten Schwesternhorror hat mich einfach alles absolut überzeugt.

So muss Episodenhorror. Besser als diese südostasiatische Koproduktion ist kaum möglich.

2. Kwaidan (1964)

Kwaidan von Masaki Kobayashi (Harakiri) wurde nicht nur in Cannes mit dem Spezialpreis der Jury ausgezeichnet, sondern auch bei den Oscars als bester ausländischer Film nominiert – und dies vollkommen zu recht.

Der Film erzählt in wundervollen, surrealistisch angehauchten Bildern für Geschichten.
„Kurokami“ (Das schwarze Haar): Ein armer Samurai verlässt seine Frau, um der Armut zu entkommen. Als er nach vielen Jahren zurückkehrt, scheint seine Frau um nichts gealtert. Doch der Schein trügt.
„Yukionna“ (Die Schneefrau): Ein junger Holzfäller wird in einer verschneiten Nacht von einer weiblichen Gestalt heimgesucht, die seinen Freund sofort tötet, ihn aber am Leben lässt. Unter einer Bedingung: er darf niemandem je von dieser Nacht erzählen.
„Miminashi Hōichi no Hanashi“ (Die Geschichte vom ohrlosen Hōichi): Der buddhistische Mönch Hōichi ist bekannt für seine wundervollen Gesänge von der Geschichte der Heikes, eines alten japanischen Klans. Eine Stimme führt ihn Nacht für Nacht in eine große Halle mit vielen Gästen, wo er seine Lieder darbringen soll. Doch entspricht dies nicht ganz der Realität.
„Chawan no Naka“ (In einer Schale Tee): Ein Krieger sieht eines Tages ein Gesicht in seiner Teetasse. Wenig später erscheint ihm der Geist zu dem dieses Gesicht gehört, welchen der Krieger mit seinem Schwer verletzt – mit verhängnisvollen Folgen.

Kwaidan ist mit einer Laufzeit von über drei Stunden sicher nichts was man kurz mal nebenbei schaut. Zudem könnte das Alter und die japanische Mythologie auf welcher der Film basiert so manchen abschrecken. Nichtsdestotrotz möchte ich allen, die etwas Sitzfleisch mitbringen und sich gerne von ruhigen Schauermärchen verzaubern lassen diesen Film ans Herz legen. Kobayashi entfesselt hier einen wahrlich traumhaften Bilderrausch, dem ich mich gerne noch weitere drei Stunden hingegeben habe. Nie wurde ich schöner gegruselt als im phantasmagorischen Wunderwerk Kwaidan.

1. Trick ‚r Treat (2007)

Die Episoden in Trick ‚r Treat sind gekonnt ineiander verwoben und bieten feinste blutige Unterhaltung. Der Film beschäftigt sich mit allerlei Traditionen, Aberglauben und Urban Myths rund um Halloween. Dies reicht von Samhain, dem keltischen Ursprung des Fests, über vergiftete Süßigkeiten bis hin zu Jack O’Lanterns.

Jede einzelne Episode wurde mit sehr viel Liebe zum Detail gestaltet, sodass allein schon die Kulissen und Kostüme irre viel Spaß machen und sich unweigerlich eine spaßig-gruselige Halloween-Atmosphäre einstellt. Trick ‚r Treat ist wie die meisten anderen Episodenfilme hier nämlich auch keine bierernste Angelegenheit, sondern zelebriert blutig-fröhlich das Fest des Gruselns.

Es gibt kaum ein Film der besser zu einem Halloween-Filmabend passt als dieser und wird daher vollkommen zu Recht von Fans mindestens einmal im Jahr ausgepackt.


Das war es auch schon von uns. Seid ihr zufrieden mit der Liste? Was muss raus und wie würde eure Liste aussehen?

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Seid gegrüßt,
Ich habe unzählige Namen und erscheine in vielen Gestalten. Hier kennt man mich als Dark Forest und ich bin euer Gastgeber. Ich führe euch durch die verwickelten Bauten, düsteren Wälder und verfallenen Ruinen. Immer mir nach!
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