13 faszinierende Killerinnen, die ihr euch nicht entgehen lassen solltet

Weibliche Killer

8. Beverly Sutphin (Serial Mom, 1994)

Beverly Sutphin hat es nicht einfach: ihr Sohn steht auf höchst unchristliche Splatterfilme und ihre Tochter ist der typisch nörgelige Teenager. Was liegt da näher, als das Studieren von Singvögeln mal ad acta zu legen und stattdessen die Nachbarschaft zu dezimieren. Denn haben wir uns nicht alle schon mal über solche üblen, aber ungeahndeten No-Gos wie Videos nicht zurückspulen (ok, heutzutage nicht mehr so das Problem) oder Müll nicht richtig trennen geärgert? Aber anstatt das auf sich beruhen zulassen, nimmt Beverly lieber den Schürhaken in die Hand und entledigt die Umwelt von diesen Subjekten. Ein Hoch auf diese Frau, die amerikanischste aller amerikanischen Hausfrauen!

7. Julia Cotton (Hellraiser, 1987)

Julia beginnt kurz vor ihrer Hochzeit mit Larry Cotton eine Affäre mit dessen Bruder Frank, dem sie hörig wird und verspricht, alles für ihn zu tun, bevor er spurlos verschwindet. Jahre später zieht sie zusammen mit Larry und ohne ihre Stieftochter Kirsty in das Familienhaus der Cottons. Dank des Blutes aus einer Schnittwunde an Larrys Hand wird Frank auf dem Dachboden reanimiert. Er braucht menschliches Blut und Fleisch, um zu heilen. Auch erzählt er ihr von der geheimnisvollen Lament Configuration Puzzle-Box, mit deren Entschlüsselung er das Tor zur Hölle öffnete und die Zenobiten auf die Erde brachte. Sie folterten und töteten ihn, nahmen ihn mit in ihre Dimension, nur das Blut brachte ihn zurück. Ihm immer noch hörig, lockt sie Freier in das Haus, um diese dort für ihn zu töten. Doch Kirsty kommt ihnen auf die Schliche, entwendet und enträtselt die Puzzle-Box, entfesselt so die Zenobiten. Die haben es nun auf Julia und Frank abgesehen. Im zweiten Teil wird sie von dem Psychiater Dr. Channard ins Leben zurückgeholt. Sie verführt ihn und lässt von einer seiner Patientinnen die Höllenpforte öffnen. Gemeinsam machen sie sich auf in das Labyrinth des Leviathans.

Julia ist im wahrsten Sinne des Wortes eine Femme Fatale, unterkühlt, dennoch leidenschaftlich besessen und sie ihre bereit, für Ihre Obsession alles zu geben. Wo sie im ersten Teil noch eine Gehilfin ist, dreht sie im zweiten Teil das Spiel um, hier ist sie es, die verführt und beherrscht. Clare Higgins, eine hoch renommierte Theaterschauspielerin, verkörpert sie nuanciert und mit großem Gespür für die Rolle und das Genre, was ihr für Hellbound auch eine „Saturn Award“-Nominierung brachte.

6. Elizabeth Báthory (Comtesse des Grauens, 1971)

Ungarn im 17. Jahrhundert. Graf Nadasdy ist jüngst verstorben und seine Frau Elisabeth tritt sein Erbe an, zu dem auch eine Burg zählt. Sie tröstet sich mit dem alten Captain Dobi und dem jungen Lieutenant Toth. Eines Tages merkt sie, dass sie ihre Jugend und Sexualität erhalten kann, wenn sie im Blut von jungen Frauen badet. Dobi und ihre eigene Kammerzofe helfen ihr bei ihrem blutigen Treiben. So werden über Jahre hinweg heimlich Frauen in ihre Burg geschleppt und dort getötet. Das Blut wird in einer Badewanne gesammelt, in der Elisabeth badet. Doch das Blut hilft nur temporär, weswegen immer mehr Frauen gebraucht werden. Um ihre Taten und ihr Alter zu verschleiern, entführt Dobi Elisabeths eigene Tochter Ilona, deren Identität sie annimmt, und hält sie in einem Versteck im Wald gefangen. Im Laufe der Zeit erwächst in ihrem Hofchronisten Fabio der Verdacht, das etwas mit seiner Herrin nicht stimmt, was Dobi jedoch herausfindet. Mit dem Tode bedroht verrät ihr der buchkundige Fabio im Gegenzug für sein Leben, das nur das Blut von Jungfrauen ihre Jugend ganz erhalten wird. So fallen ihr immer mehr Jungfrauen zum Opfer und sie bewahrt sich ihre Jugend – zumindest bis zum nächsten Blutbad.

Hintergrundinfo: Patin für den Charakter der Nadasdy war Elisabeth Báthory (verheiratet Nadasdy), der der Beiname „Die Blutgräfin“ verliehen wurde. In dem von den Hammer-Studios produzierten Comtesse des Grauens lautet dieser „Gräfin Dracula“ (Originaltitel: Countess Dracula), weswegen – fälschlicherweise – vermutet wurde, Bram Stoker nutzte sie als Vorlage für seinen Dracula. Dieser ungarischen Gräfin (1560-1614) wurde 1611 der Prozess gemacht, weil sie mit der Hilfe ihrer Mägde und Diener angeblich bis zu 650 Frauen gefoltert und getötet haben soll. Jedoch weicht die Anzahl der Opfer stark voneinander ab, zudem wurden die Geständnisse der Dienerschaft teilweise unter Folter erbracht. Auch durfte die Gräfin selbst nicht aussagen. Darüber hinaus gibt es seit den 1980ern die Theorie, dass das mit dem Haus Báthory verfeindete Haus Habsburg eine Intrige gegen sie gesponnen hatte und ihr die Morde angehängt wurden, um das Haus zu vernichten. Die Wahrheit liegt im Dunkel der Geschichte verborgen, doch die Geschichte der Blutgräfin fasziniert bis heute. Seit dem 18. Jahrhundert wurden von ihr Maler wie auch Autoren inspiriert. Einer Erzählung ist es auch zu verdanken, dass die Legende von der im Jungfrauenblut badenden Gräfin entstand.

Seit dem 20. Jahrhundert gibt es unzählige Filme, Bücher, TV-Serien, Comics, Spiele und Musikstücke, die sich auf sie mehr oder weniger deutlich beziehen. Filmisch sind hier neben »Comtesse des Grauens« sicherlich Harry Kümels Blut an den Lippen, Die Gräfin von und mit Julie Delpy und Bathory – Die Blutgräfin mit einer glänzenden Anna Friel zu nennen. Aber auch in Hostel 2 oder The Neon Demon findet man ihre Spuren. Comtesse des Grauens ist jedoch nicht nur der erste Film über die Blutgräfin, sie wird auch durch Horrorfilm-Ikone Ingrid Pitt (Gruft der Vampire) hervorragend interpretiert.

5. Carrie White (Carrie, 1976)

Carrie Whites Leben wird weitestgehend durch ihre Mutter bestimmt – nur leider ist sie eine christliche Fanatikerin, die in allem eine Sünde sieht und das unsichere Mädchen regelmäßig drakonisch bestraft. Zusätzlich wurde sie wegen ihrer Andersartigkeit in der Schule heftig gemobbt. Als Carrie in die Pubertät kommt, erwacht in ihr allerdings eine übernatürliche Kraft – Telekinese, also Dinge mit nur den Gedanken bewegen können. Durch eine gut gemeinte Aktion einer Mitschülerin wird sie zum Schulball von einem hübschen Jungen eingeladen. Carrie nimmt allen Mut zusammen, begehrt gegen ihre Mutter auf und geht zu dem Ball. Eine rachsüchtige Mitschülerin blamiert sie aber auf das Höchste und es kommt wie es kommen muss – alle aufgestauten Aggressionen entladen sich und Carrie verwandelt den Schulball schlichtweg in ein flammendes Inferno.

Selbst eine kurze Zeit des Glücks ist dem Mädchen nicht vergönnt und ist somit unbedingt bemitleidens- anstatt hassenswert. Carrie White versucht aus den engen Fesseln ihres traurigen Lebens zu entkommen und scheitert letztendlich – aber bleibt als Rachegöttin ewig in Erinnerung.

4. Asami Yamazaki (Audition, 1999)

Asami Yamazaki, eine scheinbar unaufällige, zurückhaltende junge Frau, ist in Wirklichkeit das personifizierte Böse. Nachdem sie einen ins Herz geschlossen und eine Romanze begonnen hat, muss man äußerst vorsichtig sein. Erfährt sie oder kommt ihr auch nur der leiseste Verdacht, dass ihre Liebhaber sie hintergehen, oder das diese jemanden anders lieben, wird sie zu einem sadistischen Monster. Dann nämlich spielt sie mit ihren Opfern, missbraucht, foltert und tötet sie auf bestialische Weise. Sie ist immer bestens ausgerüstet und perfekt vorbereitet, sodass die Männer gegen den kleinen Ninja keine Chance haben.

Leider sind ihre Taten auf ein schweres Trauma in ihrer Kindheit zurückzuführen.
Als Kind wurde sie von ihrem Vater vergewaltigt, was höchstwahrscheinlich der Auslöser für ihre Verbrechen sind. Der Anfang von ihrem Ende beginnt bei einem Vorsprechen für einen vermeintlichen Film, wo sie das große Los wittert und sich in den Regisseur verliebt.

Für mich ist Asami einer der weiblichen Top-Killer, da sie durch ihre multiple Persönlichkeitsstörung so unberechenbar ist und man eigentlich keine Chance hat, sich aus ihren Fängen zu befreien.

Terror-Floh

Terror-Floh

Der Terror-Floh gehört zur Gattung der blutsaugenden Vampire. Er hält sich bevorzugt in der Nähe von Zombies, Werwölfen und Hexen auf. Beliebte Nistplätze sind verfallene Gemäuer, unheimliche Wälder und Sommercamps.
Durch seine parasitäre Lebensweise eignet sich der Terror-Floh auch hervorragend als Haustier. Er ist sehr anhänglich, benötigt keine weitere Fütterung und befällt bei Bedarf auch unliebsamen Besuch.
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