13 Alien-Horrorfilme, die ihr gesehen haben solltet

Aliens

Aliens sind spätestens seit den 50ern als Subgenre des Horrorfilms nicht mehr wegzudenken. Wir zeigen euch 13 Alien-Horrorfilme, die jeder Alien-Fan mal gesehen haben sollte.


13. Das grüne Blut der Dämonen (1958)

London in den 1960ern. Bei Bauarbeiten in der U-Bahn-Station Hobbs End werden Skelette von Vormenschen gefunden. Die Skelette werden von einem Paläontologen auf ein Alter von fünf Millionen datiert. Wenig später stößt man am selben Ort auf ein UFO. In der Gegend gibt es seit jeher Gerüchte über unheimliche Geräusche und Erscheinungen. Nun werden auch der berühmte Professor Quatermass und ein Colonel der Raumfahrtbehörde herangezogen. Während das Militär das UFO für eine Geheimwaffe der Nazis hält, drängt sich Quatermass und seinem Wissenschaftler-Team ein furchtbarer Verdacht auf…

Nach seinem eigenen BBC-Dreiteiler Quatermass and the Pit schrieb Nigel Kneale ein in sich schlüssiges kürzeres Drehbuch. Dabei verknüpfte er geschickt extraterrestrische Themen mit Okkultismus, Religion und Anthropologie. Hammers Hausregisseur Roy Ward Baker (Gruft der Vampire) und Haus-Kameramann Arthur Grant (Nächte des Grauens) setzten das Geschehen gekonnt in Szene. Dabei wurden sie von einer gut aufgelegen Besetzung unterstützt; u.a. spielen Andrew Keir (Blut für Dracula) und Barbara Shelley (Das Dorf der Verdammten). Wie für das Studio üblich wurde auch viel Wert auf eine passende Kostümierung und detaillierte Ausstattung gelegt. Der Score unterstreicht den Film stimmungsvoll. Der dritte und beste Quatermass-Film nimmt ein Grundthema von Stanley Kubricks 2001 vorweg und beeinflusste u.a. auch Stephen King und John Carpenter; Nigel Kneales ikonische Figur Quatermass war eine der Hauptinspirationen für Doctor Who.

Dieser rundum gelungene, ebenso spannende wie atmosphärische „Sci Fi“-Grusler ist eine der besten Produktionen der legendären Hammer-Studios.

12. Gefahr aus dem Weltall (1953)

Der Autor und Hobby-Astronom John Putnam und seine Freundin beobachten von ihrem Haus aus, wie ein Meteorit in der Wüste einschlägt. Als er daraufhin die Einschlagstelle untersucht, stellt er fest, dass es sich tatsächlich um ein UFO handelt. Durch die Geräusche, die von dem Flugkörper ausgehen, wird ein Steinschlag ausgelöst, dass das UFO begräbt. Natürlich glaub ihm keiner, als er sein Erlebnis schildert. Wenig später verschwinden einige Bewohner der angrenzenden Stadt, um kurz darauf wieder aufzutauchen. Putnam hat jedoch den Eindruck, dass mit ihnen etwas nicht stimmt – sie wirken kalt und verhalten sich seltsam…

„Sci Fi“-Genie Ray Bradbury („Fahrenheit 451“, „Die Mars-Chroniken“) schrieb das Treatment für diesen Film. Jack Arnold (Der Schrecken vom Amazonas, Tarantula) drehte mit ihm einen für damalige Zeiten bemerkenswerten Beitrag. Er nimmt ähnlich wie der zwei Jahre zuvor entstandene Das Ding aus einer anderen Welt viele Elemente des Sci-Fi-Horrors auf, die bis heute verwendet werden. So findet sich u.a. neben den außerirdischen Invasoren ein Einzelgänger, dem keiner glauben will und Gestaltwandler. Dabei ist der Film jedoch in seiner Botschaft weiter, als es die meisten Filme dieser Zeit waren.

Der Film bezieht seine Spannung aus dem inneren Geschehen und verzichtet auf Gewalt. Mit Jack Arnold von einem Meister seines Fachs inszeniert, was man dem Film zu jeder Zeit anmerkt. Auch die Schauspieler agieren seriös (Golden Globe-Nominierung für Barbara Rush), was ihn über vergleichbare Filme hebt.
Ein immer noch sehenswerter Klassiker des intelligenten Sci-Fi-Horrors.

11. Der Blob (1988)

Das Militär hat einen biologischen Kampfstoff entwickelt, der sich in der Erdumlaufbahn befindet. Dieser verlässt den Orbit und landet nahe einer amerikanischen Kleinstadt. Der mutierte und nun äußerst lebendige Kampfstoff fällt in Gestalt einer gallertartigen Masse über die Einwohner her und wächst zu gigantischer Größe an. Der Blob nährt sich von Menschenfleisch. Die Opfer verätzen oder werden bis auf die Knochen abgenagt. Polizei und Militär sind machtlos. Nichts kann dem Blob etwas anhaben. Die gesamte Menschheit schwebt jetzt in Lebensgefahr…

Die 88er-Variante ist ein tricktechnisch aufwändiges Remake. Gegenüber der liebenswert-naiven und unfreiwillig komischen Erstverfilmung protzt dieser Blob mit ekelhaft genialen Splatterszenen, die man zuvor selten gesehen hat. Regie führte Chuck Russel, der Mann, der später Jim Carreys Die Maske inszeniert hat. Spezial- und Splattereffekte steigern sich zu absolut bahnbrechenden Ekelorgien. Der Film vereint Horrorfilm, Science-Fiction und Komödie. Die Story steht hier im Hintergrund, was in keinster Weise schadet. Einige Gore-Einlagen gibt es gleich zu Beginn und jede einzelne Tötungsszene rammt sich ins Gedächtnis und verliert selbst nach mehrmaliger Sichtung und nach 30 Jahren, die es den Streifen schon gibt, gar nichts von seiner morbiden Faszination. Daher vergebe ich angewidert die Höchstwertung und ohne Zweifel eine Empfehlung für den Film.

10. Das Ding aus einer anderen Welt (1951)

In der Arktis entdecken Wissenschaftler ein UFO und bergen den Piloten. Doch kaum ist das Wesen aufgetaut tötet es einige Männer und die Schlittenhunde der Station. Trotz menschlicher Gestalt ist das Alien ein pflanzliches Wesen, das sich von Blut ernährt. Das bringt sie zu einen waghalsigen Plan um das Biest aufzuhalten…

Der Einfluss auf den Zuschauer ist hier mindestens genauso groß, wie beim Remake von 1982. Es ist zweifellos einer der wichtigsten Sci-Fi-Horrorfilme aller Zeiten. Auch wenn dieses Pflanzen-Ur-Ding viel naiver und klassischer daher kommt als das Gore-Monster im Remake, war es doch der Wegbereiter, der Carpenter zu seinem Film inspiriert hat. Ein Grundstein und Klassiker des Genres, den man kennen sollte.

9. Killer Klowns From Outer Space (1988)

Diese kultige Horror-Komödie hat etwas, das den heutigen Filmen meistens fehlt: Charme. Die Hommage an Invasion-Horror wie Der Blob klappt gerade deshalb, weil der Humor funktioniert. Er kratzt oft an der Grenze zum Klamauk, aber überschreitet diese nie.

Aliens, als Clowns verkleidet, landen mit ihrem Zelt auf der Erde und versuchen Menschen zu fangen, sie in Zuckerwatte-Kokons zu verfrachten und als Mahlzeit mit auf ihren Planeten zu nehmen. Diesem Plan stellen sich eine handvoll Anwohner entgegen. Das war es schon mit dem Inhalt und es funktioniert! Es funktioniert, weil man die Leidenschaft merkt.

Die Chiodo-Brüder haben hier nicht im Schnellschuss-Verfahren ein B-Movie abgeliefert. Die Special-Effects, das Make-up und die Settings stimmen und erzeugen die passende Vorstadt-Invasions-Stimmung. John Vernon kann durchaus als Veteran unter dem sonst sehr jungen Cast gesehen werden. Seine Rolle des miesepetrigen und cholerischen Officers setzt er perfekt um und bleibt damit zu Recht als einziger Darsteller nach der Sichtung des Films im Kopf hängen.
Die bösartigen Clowns machen Spaß und stechen daher zu Recht aus der Masse heraus.

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Ich habe unzählige Namen und erscheine in vielen Gestalten. Hier kennt man mich als Dark Forest und ich bin euer Gastgeber. Ich führe euch durch die verwickelten Bauten, düsteren Wälder und verfallenen Ruinen. Immer mir nach!
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