Das Ding aus einer anderen Welt (1982) – Review

The Thing

Mit Das Ding aus einer anderen Welt lieferte John Carpenter einen seiner ganz großen Klassiker ab. Wieso der Film auch noch nach über 35 Jahren immer noch nichts an Kraft verloren hat, erfahrt ihr hier.

Originaltitel:
Land:
Laufzeit:
Regie:
Drehbuch:
Vorlage:

The Thing
USA
109 Minuten
John Carpenter
Bill Lancaster
Novelle „Who Goes There?“ von John W. Campbell Jr.

Im Jahr 1982: In einer von 12 Mann besetzten US-amerikanischen Forschungsstation in der Antarktis wird ein fremder Organismus durch einen Schlittenhund eingeschleust, welcher durch Berührung übertragen wird. Der Hund wurde zuvor von einem Team einer norwegischen Forschungsstation mit einem Helikopter verfolgt, welche im Gefecht mit den Amerikanern getötet wurden. Als die Amis bei der anderen Station nach dem Rechten sehen, ist diese komplett zerstört und Filmaufnahmen führen sie zu einem außerirdischen Raumschiff, das die Norweger aus dem Eis gesprengt haben. Schon bald merken auch die Amerikaner, was sie sich mit dem Schlittenhund für einen Floh ins Nest gesetzt haben, denn der verformt bald auf abscheulichste Art und Weise Mensch und Tier auf deren Station. Paranoia macht sich unter den Mitgliedern breit, weil keiner weiß, wer „Das Ding“ inzwischen schon in sich trägt…

Eigentlich ein Remake des angestaubten 1951er-B-Movie-Originals, aber John Carpenters Neuauflage ist so viel mehr als das! Ein absolut genialer Genre-Mix, bestehend aus Sci-Fi- und Horror-Elementen mit grandiosen handgemachten Spezialeffekten, die es auch heute noch locker auf den ersten Platz der SFX-Charts schaffen würden.

Dazu zieht er den Zuschauer mit seiner fantastischen, klaustrophobischen Atmosphäre von Anfang bis Ende gnadenlos in seinen Bann. Fingernägelkauend folgt man den Protagonisten, die auf engstem Raum gefangen sind und alle schon an einem Lagerkoller leiden. Vertrauen untereinander gibt es nicht mehr, denn jeder könnte den Organismus in sich tragen. Ein perfektes Katz-und-Maus-Spiel, beklemmend und überaus bedrohlich.

Zudem sind alle Darsteller absolut glaubwürdig und sehr authentisch, sodass sich die Angst und die Panik der Charaktere sofort auf den Zuschauer übertragen.

The Thing

Ausweglos, schockierend, eiskalt und düster sind die vier Begriffe, die ich nach der Erstsichtung vor ungefähr 20 Jahren bis heute noch mit dem Film in Verbindung bringe. Allein die Splattereffekte, wenn „The Thing“ sich transformiert und Körper absorbiert oder zerreißt, kann man mit Worten gar nicht beschreiben. Alles handgemachte Sauereien – nie geschlagen und wunderbar ekelhaft. Hier wurde tief in die Special-Effects-Kiste gegriffen und total realistisch wirkende Szenen hergestellt, welche über 20 Jahre hinweg zu den schlimmsten und blutigsten im Genre zählten.

Abgerundet wird der Mix noch mit den hammermäßigen und klaustrophobischen Klängen, die kein geringerer als Filmmusiklegende Ennio Morricone beisteuerte, welche die Atmosphäre des Filmes noch zusätzlich tragen.

The Thing setzt hier den Grundstein für den Sci-Fi-Splatter und ist dadurch viel mehr als nur ein Remake. Er verbindet auch heute noch spannende Unterhaltung mit erstklassiger und bedrohlicher Atmosphäre. Absolut Zeitloses Schock-Kino der Extraklasse, wie man es von John Carpenter eben erwartet.

 

Bewertung

SpannungRating: 4 von 5
AtmosphäreRating: 5 von 5
Gewalt Rating: 3 von 5
Ekel Rating: 4 von 5
Story Rating: 2 von 5

Bildquelle: Das Ding aus einer anderen Welt © Universal Pictures

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