13 Found-Footage-Horrorfilme, die ihr gesehen haben solltet

Found-Footage-Horror

8. Megan Is Missing (2011)

Online-Dating – eine unterschätzte Gefahr, vor allem wenn man zu schnell zu viel von sich preis gibt und sich voreilig mit jemanden trifft. Dieses Thema greift Michael Goi in seinem Film Megan Is Missing auf, in dem zwei Mädchen nämlich an den falschen Kerl geraten, mit fatalen Folgen.

Gemächlich und harmonisch fängt der Film an, in dem er die belanglosen Internet-Plaudereien von Teenagern zeigt und steigert sich langsam aber sicher in nacktes Grauen, wobei man als Zuschauer immer im Hinterkopf hat, dass sowas tatsächlich passieren könnte. Dies macht Goi so überzeugend, dass man den einen oder anderen Regie-Lapsus gerne verzeiht – sollte Heranwachsenden in der Schule gezeigt werden.

7. V/H/S – Eine mörderische Sammlung (2012)

Die V/H/S-Reihe ist simpel und der Plot ist genau so simpel erklärt: Verschiedene Regisseure drehen zusammenhanglose Clips, die lose auf einer Rahmenhandlung basieren und lassen dabei ihrer Fantasie freien Lauf. Fertig ist die Anthologie.

Genau so ist es auch mit dem ersten Teil der Reihe, die es inzwischen auf drei Filme geschafft hat. Die Rahmenhandlung ist so unwichtig wie 100 paar Schuhe, auch wenn sie einige atmosphärische Szenen zeigt. In den einzelnen Episoden spielt die Musik und die haben es auch teilweise in sich.
Von geheimnisvollen Frauen über Roadtrips bis hin zum paranormalen Camping-Slasher oder zu seltsamen Halloween-Parties werden feine Dinge aufgefahren.

Mit wenigen Mitteln erzeugen manche Episoden eine gehörige Portion Unsicherheit und Grusel, während andere mit tollen Effekten überzeugen. Ein starker Film, der eine Vielfalt von Ideen in sich vereint und den Anthologie- und Found-Footage-Fans unbedingt sichten sollten.

6. Trollhunter (2010)

Der zweite Spielfilm des norwegischen Regisseurs André Øvredal, der vor kurzem den Horror Schocker The Autopsy of Jane Doe gedreht hat, zeigt das mit wenigen Mitteln ein innovativer und atmosphärischer Film entstehen kann.

Dem Found-Footage-Fan wird eine interessante Einsicht in die Welt der norwegischen Fabelwesen geboten, die aufgrund des pseudodokumentarischen Stils durchaus realistisch wirkt. Aber auch Comedy-Einlagen und ein paar Klischees dürfen nicht fehlen, sodass der Film keinesfalls ein todernstes Creature-Feature ist, sondern auch die Lachmuskeln anstrengen wird. Spätestens bei den Verhaltensmustern der Trolle wird man einfach schmunzeln müssen.

5. Creep (2014)

Creep handelt von Aaron, der für den todkranken Joseph ein Video für seinen ungeborenen Sohn drehen soll. Joseph benimmt sich jedoch zusehends merkwürdig und scheint auch nicht das zu sein, was er vorgibt…

Es ist schlussendlich eine Mischung aus der Beziehungsstudie von Duplass/Brice und dem Blumhouse-Horror, welche hier für den besonderen Reiz sorgt. Duplass und Brice, die auch die beiden Hauptrollen im Film verkörpern, schaffen das, woran ansonsten viele Horrorfilme scheitern: einer wirklich unangenehmen Atmosphäre.

Dadurch ist Creep wieder einmal ein wirklich interessanter Beitrag im Found-Footage-Bereich, der sich des Stilmittels auch nicht nur aus Faulheit oder begrenzten Mitteln bedient, sondern bei dem dieses konzeptuell bedingt ist. Nicht nur für Fans von Found-Footage absolut zu empfehlen.

4. The Taking of Deborah Logan (2014)

The Taking handelt von der Doktorandin Mia, die ihre Abschlussarbeit über Alzheimer-Patienten schreibt und dafür diese über sechs Monate lang mit einem kleinen Filmteam begleitet. Eine dieser an Alzheimer erkrankten Personen ist Deborah Logan. Allerdings macht der älteren Dame offenbar mehr zu schaffen, als nur die fiese Krankheit.

Was diesen Film von Adam Robitel so hervorstechen lässt, ist der erhöhte Fokus auf die Geschichte. Dient im Found-Footage-Bereich oft eine nur grob skizzierte Ausgangslage für den wilden Kameraritt aus, tauchen wir hier wesentlich stärker in die Geschichte ein. Wodurch der Film sich nicht nur von Schockmoment zu Schockmoment hangelt, sondern eine spannende Story auszubreiten weiß.

Der allergrößte Pluspunkt für mich ist hier jedoch Jill Larson (Shutter Island), die Deborah Logan mimt und mich mit ihrer Performance unter die Couch gruselt. Gerade in Kombination mit der tollen Arbeit des Makeup-Teams ist herrlich furchterregend.

Umso trauriger, dass dieser Perle leider immer noch kein Deutschland-Release gegönnt wurde.

...und was meinst du?