Die 7 schlechtesten King-Verfilmungen

Worst King Adaptions

Wir haben uns durch die miesesten King-Verfilmungen gewühlt, damit ihr es nicht tun müsst.

Wir haben von vornherein unsere Auswahl etwas eingegrenzt, so musste der Film 1. auf einer literarischen Vorlage von King beruhen, welche nicht nur ein Drehbuch ist, 2. im Kino und nicht nur im TV veröffentlicht worden sein und 3. auf imdb mindestens 2.500 Stimmen haben.

Nun aber ohne weiteres Gelaber zu unseren Top 7 der schlechtesten Adaptionen des Horrorautors.

7. Puls

OMG! Mein Gehirn wurde gerade eben frittiert… Bitte, tut euch einen Gefallen, seht euch niemals – ich wiederhole: NIEMALS!!! Puls an! Schauspielerisch: eine Katastrophe. Drehbuchtechnisch: Hat das ein Zombie geschrieben? Spannungsmäßig: so spannend (oder abwechslungsreich) wie Zombie-Mahlzeiten. Das grenzt nicht nur an Körperverletzung, man wird dadurch regelrecht… Moment, mein Handy klingelt… Ich melde mich gl…

6. Carrie

Nein, selbstverständlich nicht die famose Verfilmung von Brian De Palma mit den grandios aufspielenden Schauspielerinnen Sissy Spacek und Piper Laurie. Und wie zu Beginn erwähnt, geht es natürlich auch nicht um die TV-Produktion von 2002, die übrigens sowieso gar nicht so mies ist (Bryan „Pushing Daisies“ Fuller sei Dank). Selbstverständlich kann damit nur die grottenschlechte Verfilmung von 2013 gemeint sein.

Wieso? Ganz einfach. Erstens ist Chloe Grace Moretz, die ich überaus schätze, für die Rolle eine der größten Fehlbesetzungen der Horrorfilmgeschichte. Und nicht nur ist sie von ihrem Typ her absolut ungeeignet, nein, das Team gibt sich nicht einmal Mühe Moretz in Carrie zu verwandeln. Sowas wäre nämlich auch durchaus möglich, wenn man an zum Beispiel an Charlize Theron in Monster denkt. Zweitens schafft es Regisseurin Kimberley Peirce, die ich für Boys Don’t Cry für immer lieben werde, in keinster Weise dem Stoff auch nur irgendwas Neues abzugewinnen. Ganz im Gegenteil, und damit wären wir beim dritten und letzten Punkt, weicht hier der subtile Psycho-Horror einer nervigen Krachbumm-Inszenierung und hat damit einen Platz in dieser Liste schwer verdient.

5. Dreamcatcher

An die Verfilmung des Romans „Duddits“ durfte sich Lawrence Kasdan wagen – und konnte dem Werk in keinster Weise Herr werden. Denn der Film kennt keinerlei Ausgeglichenheit, alle Darsteller überziehen ihre Rollen bis zum Gehtnichtmehr und Fremdschämgefühle kommen deswegen unentwegt auf. Es spielt sich im Buch viel in den Köpfen der Protagonisten ab – wie häufig bei King – und Kasdan wusste sich nicht anders zu helfen, als die Schauspieler zum Overacting zu treiben, was die Geschichte ins Absurde treibt. Wer kam eigentlich auf die Idee, den Dreh- und Angelpunkt im Film – Duddits, der ja das Down-Syndrom hat – mit einem derart schwachen Darsteller wie Donnie Wahlberg zu besetzen? Ein guter Schauspieler hätte das adäquat meistern können, oder eben jemand mit dieser Behinderung. So aber konterkariert Wahlberg die Hauptperson des Films, sie ist ein darstellerischer Witz und nimmt dem Film jegliche Glaubwürdigkeit.

4. Riding the Bullet

Wer mit King-Verfilmungen vertraut ist, wird mitunter eher schlecht auf den Namen Mick Garris zu sprechen sein. Kings Haus- und Hofregisseur war unter anderem für Schlafwandler, Quicksilver Highway, die TV-Adaption von Shining, Desperation und Bag of Bones verantwortlich und ich glaube ich lehne mich nicht zu weit aus dem Fenster, wenn ich sage, dass das jetzt nicht die Créme de la Créme der King-Verfilmungen ist. Es trifft aber nicht nur King. Für die Reihe Masters of Horror durfte er auch schon ein Werk von Clive Barker an die Wand fahren: Valerie on the Stairs.

Mit Riding the Bullet fügte Garris nun eine weitere Gurke zu seinen King-Verfilmungen hinzu. Zuerst passiert erst einmal eine Stunde so ziemlich gar nichts und die restliche Zeit passiert zwar etwas, aber es ergibt überhaupt keinen Sinn. So viel Leere und Sinnlosigkeit ergibt maximal verschwendete Lebenszeit. Finger weg!

3. Der Rasenmäher-Mann

Hollywood, 1992: „Hier, mein neues Skript, Der Rasenmähermann von Stephen King! Mit massig Computereffekten und Cyperspace, das ist gerade total angesagt bei den Kids!“. „Hmm, also erstens hat das überhaupt nichts mit der Kurzgeschichte zu tun und zweitens ist die Geschichte doch ziemlich klischeehaft und altbacken…“. „Du, das wird so mit Computerkitsch zugekleistert, das merkt keiner, und der Name Stephen King zieht wie Sau momentan!“. „Aber Brett, du hast doch den wirklich tollen Zombiefilm The Dead Pit gedreht, der war atmosphärisch und irgendwie innovativ, warum machste jetzt so ne platte Kacke?“. „Hey, die Cashcow melken, King geht IMMER! Da kann man auch B-Movie-Schauspieler wie Jeff Fahey nehmen, Hauptsache der sieht gut aus, oder hier – Pierce Brosnan! Der hat doch Zeit, nach Remington Steele kam da ja nicht mehr viel, den verheizen wir da, harharhar…“. Ja, der Film ist mies.

2. The Mangler

Wenn man sich so anschaut, wer für The Mangler verantwortlich ist, kann man kaum glauben, dass der nichts geworden ist. Tobe Hooper (Texas Chainsaw Massacre) hinter der Kamera und Robert Englund (Nightmare on Elm Street) und Ted Levine (Das Schweigen der Lämmer) davor versprechen eigentlich durchaus Qualität – ok, auch nicht immer, aber das Ergebnis lässt sich auf jeden Fall daraus beim besten Willen nicht ableiten. Wenn man dann allerdings hört, dass sich der Film um eine böse Wäschemangel dreht, die auch noch hie und da einen teuflischen Pakt abschließt, sollte einem Böses schwanen.

Das ist dann leider so lächerlich und grausam, dass wohl selbst die hartgesottensten Trash- und Splatterfans nach spätestens 15 Minuten das Handtuch in den Mangler werfen.

1. Rhea M – Es begann ohne Warnung

Wir kommen nun zu Platz eins und somit der schlechtesten aller King-Verfilmungen. Es ist daher nur allzu passend, dass in diesem Fall der Meister selbst Regie führte. Aus gutem Grund auch zum letzten Mal. King selbst gab zu Protokoll, dass er permanent auf Drogen war, keine Ahnung hatte was er tat und nicht vor hat dies zu wiederholen. Der Film ist dementsprechend die perfekte Anti-Drogen-Kampagne. Also liebe Kinder passt gut auf, wenn ihr Drogen nehmt, kommt sowas bei raus!

Wie schlecht der Film wirklich ist, sieht man am Soundtrack. Nein, der ist nicht etwa ganz furchtbar grottenschlecht, sondern von AC/DC und ein absoluter Traum. Jedoch ist der Film in der Tat so abgrundtief mies, dass nicht einmal Gebrüder Young und Co. da noch was rausreißen konnten. Das liegt an Kings Unvermögen dramaturgisch auch nur irgendwas auf die Reihe zu kriegen, am katastrophalen Schauspiel bei dem sich Emilio Estevez besonders grausam hervor tut und dazu ist das ganze leider so albern und humorbefreit, dass es nicht einmal als 80er-Trash-Spaß durchgeht.

Deshalb hier mit Warnung: Rhea M ist nicht nur die größte King-Katastrophe, die jemals auf eine Leinwand projiziert wurde, sondern auch das schlechteste AC/DC-Musik-Video der Welt. Konsumation auf eigene Gefahr.

4 Kommentare

  • Ich gebe dir in allem Recht, außer, wenn’s um Dreamcatcher geht. Den finde ich gar nicht so übel.

    • Die Liste war ein Team-Kompromiss. Dreamcatcher habe ich noch nicht einmal gesehen und The Mangler mag ich eigentlich ganz gern.
      Aber zu den Glanzstunden gehören die wohl alle nicht.

  • Ich persönlich feiere den Mangler und seine 2 Fortsetzungen (natürlich uncut) auch ansonsten würde ich der Liste weitestgehend zustimmen 🙂

    • Ja, den Mangler kann ich auch gut schauen. Ist zwar natürlich unglaublich trashig, aber hat einen gewissen Charme. Meine TeamkollegInnen sehen das leider anders 😀

...und was meinst du?